Dimitri Medwedjew in seiner 2. Rede an die Nation: “das Sowjetdenken überwinden”
von Dirk ~ 13. November 2009. Zu lesen unter: Russische Föderation, Video, Weltregionen.Russland muss seine “chronische Rückständigkeit” überwinden und “grundlegend modernisiert” werden und demokratische Prinzipien durchsetzen, kein Geringerer als der russische Präsident Dimitri Medwedjew (44) plädierte dafür. In seiner 2. Rede an die Nation vor Regierungsmitglieder, den beiden Kammern des russischen Parlamentes, Gouverneuren des weiten Russlands, geistlichen Würdenträgerner und dem Ministerpräsident und vormalige Präsident Russlands, Wladimir Putin (57), sie alle waren im Georgssaal des Kreml anwesend, das restliche Russland von St. Petersburg bis Wladiwostock am Fernsehen zugeschaltet. Bei solchen Forderungen zeigte der bei den Zuhöreren in erster Reihe sitzende Putin sibirisch-frostige Gesichtszüge, denn wer genau hinhörte, konnte auch die Kritik an die jüngste russiche Führung zwischen den Zeilen heraus hören, wobei Medwedjew auch Selbstkritik übte und forderte: “Anstelle der archaischen Gesellschaft, in der Führer alles festlegen und regeln, wird eine Gesellschaft der klugen, freien und verantwortlichen Menschen treten” und er will das “Sowjetdenken” überwinden. Das alles seien Voraussetzunge, damit die Russische Föderation wieder zur Weltmacht erstarkt, auf der Grundlage einer vom Staat bestimmten Demokratisierung. Die gestrige über 1,5-stündige Rede glich an Pomp und Ausstrahlungskraft einer Monarchen-Inszenierung, doch der Inhalt zeugte von einem präsidialen Souverän mit im Vergleich zur Vorjahres-Rede gewachsenem Selbstbewußtsein. Ein russischer 44-jähriger Präsident, der entschlossen in eine liberalerer Zukunft für die Menschen und das Staatswesen Russlands blickt.
Der am Montag erscheinende SPIEGEL wird das Thema aufgreifen, ein Interview mit dem Kreml-Chef drucken und den Artikel titeln: “Russlands schärfster Kritiker” und damit Dimitri Medwedjew meinen …
(Video-, Bildquelle: Kremlin.ru)






















