Der Weltliche in Afghanistan, der Geistliche im Kosovo

von Dirk ~ 12. November 2009. Zu lesen unter: BMVg.

Fördern und Fordern – Afghanistan: “Wir müssen Erfolge sehen”

Bw-Guttenberg Rasmussen 11112009 NATO

Gestern am 14. Tag im Amt des Verteidigungsministers in Brüssel beim NATO Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und heute am 15. Tag ist Goodie-Guttenberg in Afghanistan aufgeschlagen. Ein devoter Antrittbesuch sollte die Blitz-Visite des V-Ministers gemeinsam mit Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan nicht werden, was er im Marschgepäck hat, sind klare Forderungen und deutliche Ansagen. Zuerst eine Zusammenkunft des deutschen Bundesministers der Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg mit dem ranghöchsten internationalen Soldaten am Hindukusch, Commander ISAF US-General Stanley McChrystal, dann ein Arbeitstreffen mit dem nun doch im Amt bestätigten Präsidenten Hamid Karzai und dessen Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak standen auf dem Programm. “Diese neue Regierung muss sich klaren Zielen verpflichten”, so der Youngster in der globalen Sicherheitspolitik und weiter, “wir stehen zu unserem Einsatz, aber wir wollen wissen, was die afghanische Regierung als nächste Ziele plant”, sagte der Familienunternehmer, ehemalige CSU-Generalsekretär, dann Bundeswirtschaftsminister. Zu Guttenberg tritt in Ton und Bekleidung in Afghanistan auf wie ein international erfolgreicher Businessman mit definierter Zielvorgabe, klarer Sprache und genau so ist das Parkett der multinationalen Sicherheitspolitik zu bewältigen, fördern und fordern ist sein Bekenntnis und Konzept, das gilt im Inland und im Ausland umso mehr. Deutschland betreibt in Afghanistan keine Sozial-, sondern Interessenspolitik.
Frischen Wind bringt zu Guttenberg in die deutsche Afghanistan-Debatte, er nimmt seine Verantwortung für das weltweit operierende größte deutsche Unternehmen und Friedensbewegung Bundeswehr mit über 250.000 Mitarbeitern ernst und prognostiziert von Kabul aus eine Verlängerung des ISAF-Mandates im Berliner Bundestag Mitte Dezember in unveränderter Form.
In Mazar-e-Sharif besuchte der neue Minister im Camp Marmal im mittlerweile 20. DEU Einsatzkontingent ISAF seine Bundeswehr-Soldaten im Afghanistan-Einsatz, denen mehrheitlich die klare Sprache und das fordernde, entschlossene Auftreten des jungen Mannes an der Spitze des BMVg gefällt, da fallen Loyalität leicht und die Motivation und das Bekenntnis zum Einsatz nicht schwer. Morgen noch Kunduz, den für die Bundeswehr gefährlichsten Ort, dann kommt der Mann zurück – im BMVg wartet noch jede Menge Arbeit.

“Der Einsatz auf dem Balkan darf nicht aus dem Blick geraten”, sagte der Katholische Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr, Bischof Dr. Walter Mixa, bei seinem Pastoral- und Truppenbesuches bei KFOR in Pristina und Prizren in der jungen Republik Kosovo in den vergangenen Tagen (Bild unten; Bischof Mixa mit COM KFOR GenLt Markus Bentler). Zum Artikel “Militärbischof Dr. Walter Mixa im Kosovo” bei Katholische Militärseelsorge.de.

Bw-Bischof Mixa COM KFOR Bentler

(Bilderquelle: NATO.int, Katholische Militärseelsorge.de)

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1 Kommentar zu Der Weltliche in Afghanistan, der Geistliche im Kosovo

  1. Goodie-Guttenberg im Pentagon « Berlin Independent

    [...] deutsche Verteidigungsminister Guttenberg. Erneut von Washington aus richtete zu Guttenberg – wie in der Vorwoche persönlich gegenüber Hamid Karzai in Kabul – eine nachdrückliche Mahnung an die afghanische neue-alte Regierung, es muss dort mehr [...]

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