Bundeswehr soll Unterstützung bei Militärausbildung für Somalia leisten
von Dirk ~ 2. Oktober 2009. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, EU NAVFOR Somalia, EU-Missionen.“Schon lange war klar, dass der Kampf auf See gegen die Piraten vor der somalischen Küste ein aussichtsloses Unterfangen bleiben würde, wenn es nicht gelingen sollte, auch die Basisstationen der Piraten an Land zu erreichen. Denn der Übergangsregierung in Somalia fehlt es an Kraft und Durchsetzungsfähigkeit.
Deshalb gewinnt der französische Vorstoß neben der EU-Mission Atalanta am Horn von Afrika, auch die Ausbildung somalischer Soldaten zu unterstützen immer mehr Zustimmung. Die Ausbildung, so die bisherigen Pläne, soll nicht in Somalia selbst, sondern in benachbarten Ländern wie Dschibuti und eventuell auch in Uganda stattfinden, sagt der Außenbeauftragte Javier Solana. In Dschibuti sind im Rahmen der Anti-Terror-Mission “Enduring Freedom” bereits mehr als 100 Bundeswehrsoldaten stationiert und die an der Bekämpfung der Piraten beteiligten deutschen Kriegsschiffe stechen von dort aus in See.
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hatte beim Treffen der EU Verteidigungsminister in Göteborg erklärt, dass Deutschland Unterstützung leisten werde. Bis Ende November sollen die konkreten Pläne ausgearbeitet und nach Möglichkeit beschlussreif sein. Dabei soll auch eine nachträgliche Kontrolle der von der EU ausgebildeten Sicherheitskräfte gewährleistet werden. Denn die Piraten hätten sich vielerorts durch die Bestechung der lokalen Sicherheitskräfte stabile Heimatbasen aufbauen können und das müsse man für einen erfolgreichen Kampf gegen die Piraterie verhindern.”
Meldete Volker Finthammer von Deutschlandradio aus Brüssel in seinem Beitrag “EU will Armee-Instrukteure in Somalia ausbilden”, zum Audio-Beitrag.
(Textauszug: dradio.de;
Bildquelle: EU NAVFOR Somalia.eu, Fregatte Rheinland-Pfalz, F 209, im März in See beim Abschuss einer Rakete)























2. Oktober 2009 um 01:22 Uhr
Und Bestechung verhindert man durch besseres Schießtraining?!
2. Oktober 2009 um 06:35 Uhr
Und schon wird der nächste Dauerkrieg eingefädelt. Erst ein bisschen beobachten, dann ein bisschen ausbilden, dann ein bisschen stabilisieren, dann ein bisschen bomben. Kommt einem das nicht bekannt vor?
Und auf einmal “kann man da nicht mehr raus, ohne dass das Land in Chaos versinkt”.