Soll die Wehrpflicht abgeschafft werden?
Donnerstag, 20. August 2009Er gehört zu den großen Errungenschaften der alten Bundesrepublik: der “Bürger in Uniform”. Gemeint ist, dass der Soldat fest eingebunden ist in die demokratischen Strukturen dieses Landes und dass die Bundeswehr – anders als einst die Reichswehr – kein “Staat im Staat” ist.
Diese “Bürgerarmee“ bestand viele Jahrzehnte zur Hälfte aus Wehrpflichtigen. Auch wenn es heute viel weniger sind, profitiert das Militär unverändert von ihnen, weil es so auch auf angehende Facharbeiter, Ingenieure und Ärzte zurückgreifen kann. Die Qualität des Personals schwankt also nicht im Konjunkturverlauf nach dem Motto “wer nichts wird, wird Soldat”.
Mindestens ebenso wichtig: 40 Prozent ihrer Zeit- und Berufssoldaten rekrutiert die Bundeswehr aus Wehrpflichtigen: Erst müssen sie zur Bundeswehr, dann wollen sie bleiben.
Machen wir uns nichts vor: Es kommt in der Öffentlichkeit gut an, die jungen Männer von der Wehrpflicht “zu befreien”. Aber eine Bundeswehr ohne Wehrpflichtige wäre eine andere Bundeswehr. Ihr fehlten die jungen Männer, die sich eine zeitlang einsetzen für ihr Land und dann wieder zurückkehren in die Zivilgesellschaft …
Schreibt der Publizist Dr. Hugo Müller-Vogg im Müller-Vogg-Blog, der Artikel erschien am 14.08.2009 in der SUPERIllu.
Zum vollständigen Artikel von Hugo Müller-Vogg: “Soll die Wehrpflicht abgeschafft werden?”
(Textauszüge: HMV ONLINE.de;
Bildquelle: Soldatenglück.de, Wehrdienstleistende auf dem Marine Segelschulschiff GOCH FOCK der Bundeswehr)













