Archiv für August, 2009

Afghanistan darf nicht an die Taliban fallen

Montag, 17. August 2009

Bw-Afgh ANP Polizist Karzai

“Es sagt sich so leicht: “Raus aus Afghanistan.” Besonders dann, wenn die Taliban wieder einen Anschlag verübt haben – wie am vergangenen Wochenende, als sogar das Nato-Hauptquartier in der am stärksten gesicherten Zone Kabuls angegriffen wurde, sieben Afghanen ums Leben kamen und mehr als 90 Menschen verletzt wurden. Oder an solchen Tagen, an denen Bundeswehrsoldaten angegriffen, getötet oder verwundet werden. Und doch ist es falsch, die Bundeswehr und die vielen Tausend anderen Isaf-Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. Manchmal hilft es, wenn man sich daran erinnert, warum die USA und ihre Verbündeten in dem kargen Land im Einsatz sind. Weil am 11.September 2001 ein Angriff auf die Vereinigten Staaten, auf die westliche Welt und damit all ihre Wertvorstellungen stattfand. Zu den Anschlägen auf das World Trade Center hatte sich damals Osama Bin Laden, der Chef der Terrororganisation al-Qaida, bekannt. Und al-Qaida operiert von Afghanistan aus. Mit dem Einmarsch in dem Land wollte die internationale Gemeinschaft sich selbst schützen, die terroristische Bedrohung eindämmen und gleichzeitig das Land stabilisieren. Der Kampf gegen die Taliban ist wesentlich schwieriger, als die USA und all die anderen Staaten, die mit Soldaten vor Ort sind, jemals gedacht haben. Und er dauert auch wesentlich länger. Doch ihn jetzt abrupt aufzugeben würde bedeuten, die Erfolge der letzten Jahre zunichte zu machen, den Taliban das ohnehin geschundene Land zu überlassen. Denn es gibt Erfolge, auch wenn Parteien wie die Linke das nicht wahrhaben wollen: Die medizinische Versorgung wurde verbessert, es wurden Schulen gebaut, Mädchen und Frauen können endlich schreiben, lesen und rechnen lernen, die Trinkwasserversorgung wird ausgebaut, die Verkehrswege ebenso. All das dauert, all das wird von den Taliban, die die Armut der Menschen ausnutzen, massiv torpediert. Richtig sind die Maßnahmen trotzdem. Und wer hätte Ende 2001 gedacht, dass nun, acht Jahre später, schon zum zweiten Mal eine Wahl stattfindet? Sicherlich, die Regierung unter Präsident Hamid Karsai ist mit einer in Frankreich, Großbritannien oder Deutschland nicht zu vergleichen. Noch prägt Korruption das Land, die verschiedenen Stammesführer haben nach wie vor enorm viel Einfluss. Doch ein bisschen Geduld braucht es schon, will man in einem islamischen Land demokratische Strukturen verankern. Und vor allem darf sich die internationale Gemeinschaft nicht einschüchtern lassen. Man stelle sich vor: Die Taliban drohen, all denjenigen, die an der Wahl teilnehmen, den Finger abzuschneiden. Möglich wäre das, denn der Finger eines Wählers ist mit Tinte markiert, um Wahlfälschungen auszuschließen. Soll man dieser Drohung etwa nachgeben? Es ist die Aufgabe der internationalen Gemeinschaft, die Wahlen und vor allem die afghanischen Wähler zu schützen. Und es ist gerade jetzt nicht die Aufgabe, den Abzug der Soldaten zu fordern. Die Zeit dafür ist noch nicht gekommen.” Schreibt die Berliner Morgenpost des Axel-Springer-Verlages.

(Textquelle: Berliner Morgenpost.de;
Bildquelle: NATO.ISAF.int; A member of the Afghan National Police watches over a graduation of the first Afghan Police Protection Force Program on 26 Mar 2009.)



Israel verteidigt sich mit technischer Überlegenheit

Montag, 17. August 2009

Bw-IDF Armored Corps

Die Israelis müssen sich ständig etwas einfallen lassen, um die Israel Defence Forces (IDF) überlegen abwehr- und ggf. auch angriffsbereit zu halten. Der 3-jährige Wehrdienst für Männer und Frauen ist die personelle Basis dafür, doch High-Tech Verteidigungstechnik führt ebenso zur militärischen Überlegenheit wie bestens ausgebildete Streitkräfte. Der Verteidigungsetat des Staates Israel ist hoch, viele heimische Rüstungsunternehmen revolutionieren dann auch gelegentlich die weltweite Produktpalette mit neuen hochentwickelten Waffensystemen. Solche Schlappen wie in Deutschland wie zum Beispiel mit dem Kampfhubschrauber TIGER oder dem Schützenpanzer PUMA, die beide nicht abrufbereit für die aktuellen Bedürfnisse der Bundeswehr im Auslandseinsatz sind, hätten in Israel, das von Gegnern umgeben ist, in der Bevölkerung einen Sturm der Entrüstung nach sich gezogen. In Deutschland entrüstet sich gerade mal das ein oder andere investigative Enthüllungs-Journalismus Politik Fenrseh-Magazin und das aus Gründen der Politiker-Schelte.

Bw-Rafeal Israel

Das Unternehmen Rafael Advanced Defense Systems Ltd. (Grafik oben) hat ein neues Anti-Tank Missile System (Bild unten) einsatzreif. Nach Bw-IDF Trophy Anti Tankdem Zweiten Libanon-Krieg wurde die System-Entwicklung beschleunigt, die The Jerusalem Post berichtet darüber. Eine Anzahl von Merkava Mk IV Panzern der 401st Armored Brigade (Bild oben) der Ground Forces der Israel Defence Forces sind schon damit ausgerüstet, Ende des Jahres werden die neuen Produktlinien automatisch mit dem neuen System ausgerüstet.

Internationale Militärattaches waren bei der Produktvorführung geladen und staunten, der Bedarf anderer Nationen und das Beschaffungsinteresse zeichnen sich ab. Zum Artikel “Trophy tank defense system operational” bei Israel.JPost.com.

Israelische Infanterie-Truppen haben ein weiteres zukunftsweisendes Produkt im Sinne des Wortes in Händen und getestet, einen I-Robot and I-Drive als Eyeball (Bild unten), der bereits bei der Operation Cast Lead, dem Gaza-Krieg, im Feldversuch zum Einsatz kam.

Bw-IDF Robot

(Bilderquelle: Israel Defence Forces.il)

Der schmale Grat der Afghanistanpolitik

Montag, 17. August 2009

Bw-Afgh ISAF Kiss

Aller Kritik zum Trotz: Der Westen hat am Hindukusch viel erreicht. Die Verbreitung von Demokratie und Menschenrechten kann aber nicht das oberste Ziel sein.

Wo ist eigentlich Osama bin Laden? Acht Jahre nach dem Einmarsch in Afghanistan haben die USA ihr einst wichtigstes Kriegsziel noch immer nicht erreicht – den Al-Qaida-Chef und meistgesuchten Terroristen der Welt zur Rechenschaft zu ziehen. Ist das Symptom einer Politik, die mit dem Versuch zu scheitern droht, den Einsatz in Afghanistan zu einem guten Ende und Sicherheit mit Stabilität an den Hindukusch zu bringen?” Ein Kommentar und Artikel von Michael Schmidt bei DIE ZEIT.  Zum vollständigen Artikel bei ZEIT ONLINE.de

Bw-Afgh Obstmarkt

(Textauszüge: ZEIT ONLINE.de;
Bilderquelle: NATO:ISAF.int; (weiter…)

First Visit in Kosovo, der NATO-Generalsekretär bei KFOR

Montag, 17. August 2009

Kosovo-Antrittsbesuch mit Mitrovica Überflug

Bw-Rasmussen Gay KOS

Der Fokus Afghanistan lässt die zweite große Auftragslage der NATO, den Kosovo, in den Hintergrund treten. Dennoch, der neue NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat auch dort am 13. August seinen Antrittbesuch abgestattet (Bild oben, Begrüßung durch den COM KFOR, Generalleutnant Guiseppe Emilio Gay, Italien). Nachdem am 29. Juli schon der neue SACEUR Admiral James Stavridis dort war, besuchte Rasmussen das KFOR HQ in Pristina Film City und machte per Hubschrauber einen Abstecher in ein KFOR-Camp (Novo Selo) im nördlichen Kosovo. Dort hat der ehemalige dänische Ministerpräsident dänische KFOR-Soldaten besucht und erhielt von franzöischen KFOR-Soldaten eine Einweisung an Gerät und Ausrüstung der stationierten Truppe. Die problembeladene geteilte Stadt Mitrovica, mit hohem Kosovo-serbischen Bevölkerungsanteil, überflog er im Bell UH-1D Helikopter.
In der kosovarischen Hauptstadt traf Rasmussem mit dem Präsidenten des Kosovo, Fatmir Sejdiu (Bild unten) und dem Minister der Kosovo Security Force (KSF), Fehmi Mujota, sowie mit den Spitzen der EU-Mission zusammen.

Bw-KOS Rasmussen Sejdiu

Der neue NATO-Generalsekretär hat seinerzeit neben dem ausgeschiedenen NATO GS Jaap de Hoop Scheffers das Projekt NATOChannel zum Laufen gebracht, Anders Fogh Rasmussen ist seiner Affinität zu den neuen Medien und sozialen Netzwerke treu geblieben und twittert seinen Dienstalltag, ist bei facebook am Start und hat auch die Kosovo-Visite mit einem Video bei facebook dokumentieren lassen.
Zum facebook-Video vom ersten Kosovo-Besuch des neuen NATO-Generalsekretärs

Bw-KFOR Rasmussen Gay

Beim KFOR-Besuch zeichnete Anders Fogh Rasmussen ein Bild über seine Vorstellung von der Zukunft des NATO KFOR-Engagements in der jungen Republik Kosovo, seine Amtzeit von 5 Jahren brachte er als Maß ein, innerhalb dieser Zeit könnten die internationalen Truppen schrittweise aus dem Balkanstaat abziehen. Was nur folgerichtig ist, die Kosovaren haben ihren eigenen unabhängigen Staat gegründet, nun können sie auch weiter ihren eigenen Start machen und eigenverantwortlich fortführen.Die EU-Mission EULEX Kosovo unterstützt den Rechtsstaatsaufbau bei Justiz, Polizei und Zoll. Wenn die Kosovaren sich anstrengen, dann werden sie den weiteren Weg zu einer gefestigten, stabilen Demokratie (mit Balkan-Abstrichen) schaffen, ohne dass 16.000 NATO- und Drittstatten-Soldaten aus mehr als 34 Nationen zur Stabilisierung auf ihrem Territorium stationiert sein müssen.

(Bilderquelle: NATO.KFOR.int)

Hintergrundinformationen:
NATO KFOR, twitter Anders Fogh Rasmussen, facebook Anders Fogh Rasmussen

Afghanistan vor der Wahl, 2 Frauen sind Präsidentschaftskandidatinnen (Video)

Montag, 17. August 2009

Die Deutsche Welle-Reportein Brigitta Schülke erkundet die Situation von Frauen in Afghanistan vor der Präsidentschaftswahl.

Afghanistan wählt: Am 20. August sind rund 17 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu bestimmen. Favorit ist der seit sieben Jahren regierende Hamid Karsai. Aber er hat Mitbewerber. 40 Kandidaten stellen sich zur Wahl, darunter zwei Frauen. Mutig fordern sie die Demokratisierung des Landes. Denn die Bilanz der Amtszeit Karsai ist ernüchternd. Das Land ist von einer Befriedung weit entfernt, die Taliban erstarken wieder. Die Lage der Frauen ist nach wie vor schwierig.

DW-TV-Reporterin Birgitta Schülke erkundet in der Hauptstadt Kabul, welchen Zwängen Frauen im Alltag ausgesetzt sind. Die Journalistin war in den zurückliegenden Jahren regelmäßig in Afghanistan. Auf den ersten Blick fällt ihr auf: Viele tragen wieder Burka. Auch das von der Regierung Karsai auf den Weg gebrachte Ehegesetz ist ein Rückschritt . Umso mehr Mut zeigen die beiden Frauen, die Birgitta Schülke begleitet hat. Die Politikerin Shala Attah kandidiert trotz geringer Chancen für das Präsidentenamt und prangert mutig Missstände an. Die Aktivistin Selay Ghaffar bietet Frauen mit ihrer Organisation HAWCA Wege in die Berufstätigkeit. Doch das bleiben Ausnahmen in der männlich dominierten Gesellschaft Afghanistans.

(Videoquelle, Textauszug: “Vor der Wahl: Frauen in Afghanistan”, Journal Reporter, Deutsche Welle.de)



Die Niederlande löst Spanien mit dem Flaggschiff für EU NAVFOR Somalia Operation ATALANTA ab (Videos)

Montag, 17. August 2009

 

Eine niederländische Fregatte wird zum Flaggschiff der europäischen Anti-Piraten-Mission EU NAVFOR Somalia Operation ATALANTA und löst eine spanische Fregatte ab.

 

Bei einer Zeremonie im Roten Meer am 13. August übernahm die Fregatte EVERTSEN der Königlich Niederländischen Marine die Aufgabe als Flaggschiff  (FHQ) der Operation ATALANTA zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias und im Golf von Aden. Der neue Commander ist Pieter Bindt (NL), er berichtet im Video von seinem Verständnis der Aufgabe.

 

Die spanische Fregatte NUMANCIA hat den Flaggschiff-Status an die Niederländer übergeben. Der Kapitän der Königlich Spanischen Marine, Juan Garat Caramé, schaut zufrieden zurück auf einen erfolgreichen Einsatz unter seinem Force-Kommando.

(Videoquelle: Europäischer Rat.eu)

Hamid Karzai, alter und neuer Präsident von Afghanistan? (Video)

Sonntag, 16. August 2009

 

Der Weg des ersten demokratisch gewählten Präsidenten der Islamischen Republik Afghanistan, Hamid Karzai, wird vom arabischen TV-Sender mit dem Titel “Karzai in his own words” nachgezeichnet. Das Video im Vorfeld wenige Tage vor den afghanischen Präsidentschaftswahlen macht deutlich, eine gewaltige Aufgabe, die der Mann zu bewältigen hatte im Spannungsfeld zwischen Erforderlichem und Möglichen, aber auch, dass unsere Maßstäbe und Wertvorstellungn nicht übertragbar sind auf das geschundene Land am Hindukusch. Eine personeller Wechsel an der Spitze Afghanistan birgt gewiss Risiken, doch die Chancen sind langfristig gesehen, höher zu bewerten.

(Videoquelle: Al Jazeera.net)

Japan gedenkt Ende des Zweiten Weltkrieges (Video)

Sonntag, 16. August 2009

Zehntausende von Japanern besuchten den in Japan innenpolitisch nicht unumstrittenen Yasukuni Schrein, um dem Ende des Zweiten Weltkriges zu gedenken, nach dem Abwurf amerikanischer Atombomben auf Hiroshima (06.08.1945) und Nagasaki (09.08.) war der Krieg am 15. August 1945 mit der Kapitulation Japans beendet. Der Yasukuni-Schrein, Schrein des friedlichen Landes, ist ein Shintō-Schrein im Stadtbezirk Chiyoda in Tokio, Japan. Dort werden die Angehörigen des japanischen Militärs als kami und Heldenseelen verehrt, die in den Bürgerkriegen nach der Meiji-Restauration von 1868 auf der Seite der kaiserlichen Armeen ihr Leben ließen oder in den Kriegen Japans in Asien oder gegen die Vereinigten Staaten im Kampf gefallen sind.

Soldatenglück.de berichtete: UN Generalsekretär Ban Ki-moon zum 64. Jahrestag des ersten Atombomben-Einsatzes gegen Menschen (Videos)

(Videoquelle: euronews no comment.tv)

Wahlen in Afghanistan – Sicherheit tut not

Sonntag, 16. August 2009

Bw-ISAF ANSF Checkpoint

“Die jüngsten blutigen Anschläge im Herzen Kabuls kamen mit Ansage. Taliban und andere Kriminelle sehen in den Attentaten ihre vorläufig letzte Chance, den langsam Fahrt aufnehmenden afghanischen Demokratiezug aufzuhalten. Jede Stimme für Kandidaten, die dem gebeutelten Staat eine zivilisierte Perspektive geben wollen, ist eine Stimme gegen die, die Afghanistan als lukratives Spielfeld für Drogenhandel, Korruption und pseudoreligiöse Steinzeit-Ideologien missbrauchen. Ob am Ende der ebenso glücklose wie zwielichtige Amtsinhaber Hamid Karsai gewinnt, erscheint zunächst zweitrangig. Wer mit wem, wer gegen wen paktiert und warum, das ändert sich in diesem mit westlichen Augen kaum zu durchdringenden Land oft binnen Tagen. Es wäre vermessen, die Wahl an den Güteklassen traditioneller Demokratien messen zu wollen. Damit die Wahl in halbwegs rechten Bahnen verlaufen kann, ist in Afghanistan gleichwohl eine neue Tradition zu begründen: die der inneren Sicherheit. Hier liegt der Schlüssel für die Zukunft. Ohne innere Sicherheit, ohne Rechtsstaatlichkeit und unabhängige Justiz bleibt jede wirtschaftliche Entwicklung ein Trugbild.” Kommentiert Dirk Hautkapp von der Westdeutschen Zeitung in Essen.

Bw-ISAF ANP

(Textquelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung.de;
Bildquelle: NATO.ISAF.int; Bild oben: HELMAND, Afghanistan–The third and final security inspection of highway one that passes through RC(S) (Regional Command South). The first day involved inspecting the checkpoints along the road from Camp Bastion to the west of the Helmand Province. It was an ANSF led inspection with assistance from members of ISAF. The inspection went as planned without any incidents along the way. ISAF photo by Royal Army Sergeant Andy Cole;
Afghan National Police, ANP graduation
)

Bomben in Kabul

Sonntag, 16. August 2009

Bw-ISAF GER M-e-S DINGO

“Ist Afghanistan außer Kontrolle geraten? Hat der Westen den von ihm selbst propagierten “Kampf um Herzen und Hirne der Afghanen” verloren? Die jüngste Meldung über den dreisten Anschlag in Kabul und eine Meinungsumfrage im Auftrag internationaler Fernsehsender erwecken diesen Eindruck. Tatsächlich aber ist es eher trauriger Alltag, dass sich in dem großen Land, das niemals lückenlos zu überwachen sein wird, irgendwo Selbstmordattentäter in die Luft sprengen oder eine Bombe am Straßenrand explodiert. Die Taliban, die sich gut auf Propaganda verstehen, profitieren im Vorfeld der Wahl vor allem von einer erhöhten weltweiten Aufmerksamkeit. Doch Grund zur Entwarnung gibt es leider nicht: Das Land bleibt instabil. Der Aufbau kommt nicht voran. Die künftige Regierung wird weiter von Korruption und Unfähigkeit durchzogen sein. So ist Afghanistan zwar nicht verloren, ein Sieg aber ebenfalls nicht in Sicht. Denn nicht nur für die Deutschen ist das ferne Land im doppelten Wortsinn ein lästiger Nebenkriegsschauplatz, den man gern schnellstens verlassen würde – wenn man wüsste, wie ein Abzug ohne Gesichtsverlust möglich wäre. Dieses Desinteresse lässt ein Scheitern am Hindukusch tatsächlich immer wahrscheinlicher werden.” Kommentiert Helmut Michelis von der Rheinischen Post in Düsseldorf die aktuellen Entwicklungen in Afghanistan.

Bw-ISAF GER M-e-S

Helmut Michelis ist nicht nur Journalist, er ist auch Oberst d.R. der Fallschirmjägetruppe und berichtet häufig zum Thema Bundeswehr, Auslandseinsätze und Verteidigungspolitik, Soldatenglück.de schrieb darüber.

(Textquelle: Rheinische Post.de;
Bildquelle: NATO.ISAF.int;
MAZAR-E-SHARIF, Afghanistan –German Army Soldiers, based out of Camp Marmal, interact with Afghan children during a daily security patrol, where they met with elders. The patrols ensure safety, security and foster good relations with the Afghans. Official Photo by Petty Officer First Class Ryan Tabios, ISAF HQ Public Affairs
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MAZAR-E-SHARIF, Afghanistan –German Army Soldiers, based out of Camp Marmal, interact with Afghan children during a daily security patrol, where they met with elders. The patrols ensure safety, security and foster good relations with the Afghans. Official Photo by Petty Officer First Class Ryan Tabios, ISAF HQ Public Affairs
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