Archiv für Juni, 2009

NIVEA Delfin Preis für Lebensretter in Hamburg verliehen / Außergewöhnlicher Mut bewahrte Leben

Donnerstag, 11. Juni 2009

Bad Nenndorf/Hamburg – Zwei junge Retter standen im Mittelpunkt der 21. Preisverleihung am 10. Juni in Hamburg

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Ganz im Zeichen der Jugend stand die 21. Verleihung des NIVEA Delfin Preises für Rettungen aus Wassergefahr am 10. Juni 2009 in Hamburg. Im stilvollen Ambiente des Internationalen Maritimen Museums erhielten die 13jährige Viviane Klein und der 15jährige Alexander Mütze die begehrten Bronzedelfine für außergewöhnliche Rettungstaten im vergangenen Jahr.

Viviane Klein aus Brühl hatte zu Beginn der Frostperiode einem vierjährigen Mädchen das Leben gerettet, das plötzlich vom in der Nähe des Heider Bergsees gelegenen Spielplatz “geflüchtet” war und auf einem nahe gelegenen See im Eis einbrach. Der Retterin gelang es in letzter Sekunde, das bereits unter die Eisdecke gerutschte Kind zu packen und zurück ans Ufer zu ziehen. Dort half Vivianes Bruder, das Kind an Land zu bringen und an die benachrichtigte Mutter zu übergeben. Während das Kleinkind das Abenteuer ohne weitere Schäden überstand, hatte sich die junge Retterin bei der Aktion so stark unterkühlt, dass sie für zwei Wochen mit einer Lungenentzündung das Bett hüten musste. Für ihre schnelle Reaktion und den außerordentlichen Mut wurde Viviane Klein mit dem NIVEA Delfin Ehrenpreis für Nicht-Mitglieder ausgezeichnet.

DLRG Mitglied Alexander Mütze erhielt den NIVEA Delfin Wasserrettungspreis für Mitglieder für seine Aufmerksamkeit, Umsicht und besondere Zivilcourage. Dem Schüler, der dlrg-logoregelmäßig bei der DLRG Ennepetal trainiert, war im Juni 2008 im Schwimmbad “Platsch” eine Mutter aufgefallen, die mit ihrem Kleinkind im Arm immer wieder unter Wasser tauchte. Was andere Badegäste augenscheinlich als Spiel missdeuteten, erregte die Aufmerksamkeit des Jungen. Er vermutete zunächst, die Mutter würde ihr Kind misshandeln. Mutig entschloss er sich einzugreifen und schwamm zu den beiden hinüber. Dort stellte er schnell fest, dass er sich geirrt hatte, die Mutter und das Kind gleichwohl in Gefahr waren. Die Mutter hatte im Wasser das Bewusstsein verloren und tauchte deshalb immer wieder mit dem Kind unter.

Alexander reagierte prompt, löste das Kind aus den Armen der Mutter und brachte es an den Beckenrand, wo mittlerweile auch der Schwimmmeister auf die Situation aufmerksam geworden war. Zusammen mit anderen Badegästen brachten sie dann auch die Mutter in Sicherheit. Neben den beiden jungen Rettern beeindruckte auch die DLRG Ortsgruppe Rolfshagen als Preisträger des NIVEA Delfin Förderpreises. Als relativ kleine Ortsgruppe punkteten die “Rolfshäger” mit hohen Einsatzzahlen im Wachdienst, Beteiligung am Katastrophenschutz, einer guten Ausbildungsbilanz und vielen zusätzlichen Aktivitäten. So engagiert sich die Ortsgruppe auch im DLRG/NIVEA Kindergartenprojekt, um auch schon die Kleinsten mit dem Wasser vertraut zu machen.

Bei der stimmungsvollen Feierstunde im maritimen Ambiente des neuen Internationalen Maritimen Museums betonten sowohl Uwe Finnern, Geschäftsleiter Marketing Deutschland der Beiersdorf AG sowie DLRG Präsident Dr. Klaus Wilkens, die Leistungen der jungen Retter und dankten Ihnen für Ihren Einsatz. Musikalisch umrahmt von der Gruppe Bidlah Buh feierten über 120 Gäste die Retter und die Preisträger der Ortsgruppe.

(Bild-, Textquelle: DLRG.de)



Kieler Woche: 3.000 Marinesoldaten aus elf Ländern zu Gast

Mittwoch, 10. Juni 2009

Kiel – Zur Kieler Woche erwartet die Deutsche Marine in diesem Jahr 30 Schiffe aus elf Ländern. Die Marineeinheiten laufen am Freitag, 19. Juni, ab 7.30 Uhr in den Hafen des Marinestützpunktes Kiel ein. Flaggschiff der Kieler Woche ist in diesem Jahr die deutsche Fregatte “Karlsruhe”. Unter den Gästen sind unter anderem das US-Landungsschiff “Mount Whitney”, der US-Zerstörer “Forrest Sherman”, das russische Landungsschiff “Kaliningrad” und die britische Fregatte “St. Albans”.

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Für die Öffentlichkeit besteht am Samstag, 20. Juni, und am Sonntag, 21. Juni 2009, die Möglichkeit die Schiffe und den Marinestützpunkt zu besuchen. An beiden Tagen öffnet die Marine dazu zwischen 13.30 und 16.30 Uhr die Tore des Stützpunktes an der Schweriner Straße. Außerdem gibt es ab 13 Uhr einen Fährservice vom Fähranleger Bellevue zum Stützpunkt und zurück, der von der Öffentlichkeit genutzt werden kann. Folgende deutsche Marineschiffe befinden sich an den beiden Tagen neben der “Karlsruhe” im Marinestützpunkt: Segelschulschiff “Gorch Fock”, Mehrzwecklandungsboot “Lachs”, die Schnellboote “S78 Ozelot” und “S74 Nerz”, die Minenjagdboote “Grömitz” und “Sulzbach-Rosenberg”, die Versorgungsschiffe “Frankfurt am Main”, “Spessart”, “Rhein” und “Mosel” sowie einige Marineschlepper.

Während der Kieler Woche organisiert die Deutsche Marine erstmals eine Kunstausstellung von Marinemalern. Das Motto lautet: “Meer Kunst”. Vom 24. bis 25. Juni werden in dem Gebäude der Militärseelsorge und Familienbetreuung an der Kieler Förde, Parkstraße 2, über 30 Werke der Künstler Andreas Kruse, Olaf Rahardt, Uwe Schrader und Lukas Wirp präsentiert. Die Bilder zeigen die Marine der Bundesrepublik Deutschland seit 1956. Außerdem geben zahlreiche Schiffsmodelle einen plastischen, maßstabgerechten Einblick in die Technik der Schiffe und Boote der Marine. Die Öffnungszeiten: Mittwoch, 24. Juni, von 10 bis 20 Uhr, am Donnerstag, 25. Juni, von 10 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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(Bilder- und Textquelle: Presse- und Informationszentrum, Marine.de)

Afghanistan: Bilder des Taliban-Handgranaten-Anschlags auf ISAF-Kräfte inmitten einer Menschenmenge in Asadabad (Video)

Mittwoch, 10. Juni 2009

Asadabad in der afghanischen Provinz Kunar
an der Grenze zu Pakistan,
gestern 09:15 Uhr Ortszeit

Das Video stellt die gestrigen falschen Pressemeldungen richtig, wonach amerikanische ISAF-Kräfte sich durch den Einsatz von Handgranten aus einer bedrohlichen Situation gerettet und die Flucht antraten haben sollen, vielmehr wurden die U.S. Soldaten (82. Airborne), obwohl sie sich inmitten der afghanischen Bevölkerung in einer Menschenmenge befanden und passiv waren, auf einem offenen Platz in Asadabad in der afghanischen Provinz Kunar an der Grenze zu Pakistan angegriffen. Die Provinz Kunur liegt im Bereich des ISAF Regional Command East, im RC E sind die USA die Lead Nation.

“Several Afghan civilians were wounded and another reportedly killed in an attack in Kunar province that also wounded 3 U.S. servicemembers. The attack occurred at approximately 9:15 a.m. local time.

Coalition forces were attempting to free a vehicle that had become stuck when they were attacked with small arms fire. An unknown person from a nearby building threw a grenade, which caused the death and injuries.

U.S. troops treated the wounded Afghan civilians and medically evacuated five of the injured to nearby military and civilian hospitals.

It was the second attack by insurgents on civilians in Asadabad in recent weeks.”

(Englische Textauszüge: U.S. Forces in Afghanistan.mil)

Bilder des Tages – Rumänische Soldaten verlassen nach 6 Jahren Kampfeinsatz den Irak

Mittwoch, 10. Juni 2009

MISSION’S END

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Lt. Col. Gabriel Toma, commander of the Romanian Army’s 26th Infantry Battalion, and Romanian President Traian Basescu inspect the troops during a ceremony to mark the end of Romania’s mission with coalition forces in Iraq on Contingency Operating Base Adder, June 4, 2009. Romania has deployed more than 5,200 troops as members of the coalition in Iraq over the last six years. U.S. Army photo by Sgt. Mark Miranda. STORY

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(Bilderquelle: U.S. Department of Defence.mil)

UNICEF: Schulausbildung für pakistanische Kinder in den Flüchtlingslagern (Video)

Dienstag, 9. Juni 2009

SWABI, Pakistan, 3 June 2009 | As of 27 May, more than 2.5 million people have been registered as displaced by the current conflict in northern Pakistan. While nearly 200,000 are staying in government-run camps, the large majority, around 2.3 million, are with increasingly over-burdened relatives and friends and in makeshift shelters in schools and other government buildings. UNICEF is focused on ensuring that their right to be educated is not disrupted.

The majority of those who have been displaced by the conflict are women and children and these events have left their mark. Many of these children have been heavily traumatized by their experiences and all of them have had their lives seriously disrupted, says Programme Communication Officer for UNICEF in Peshawar, Shandana Aurangzeb Durrani.

In addition to providing school tents and school supplies such as school-in-a-box, school bags and stationery, UNICEF helps to ensure that these schools have teachers by supporting the payment of teachers salaries and providing mobility support.

However, with the number of displaced children growing daily, increased funds are urgently needed to set up and support more schools, both within the camps and in host communities.

At the moment, only 22 per cent of UNICEFs recent appeal has been funded. With $11 million received against $53 million needed, UNICEF requires an additional $41.4 million to help provide the most urgently needed assistance in health and nutrition services, education and child protection.

(Video-, Textquelle: UNICEF.org)



Truppenbetreuung auf amerikanisch, Stephen Colbert von Colbert Nation mit seiner Show im Einsatzland (Videos)

Dienstag, 9. Juni 2009

The Colbert Report Mon – Thurs 11:30pm / 10:30c
Operation Iraqi Stephen: Going Commando – John McCain
colbertnation.com
Colbert Report Full Episodes Political Humor Keyboard Cat

Der amerikanische Entertainer der Sendung Colbert Nation und Comedian-Star Stephen Colbert besucht mit seiner Unterhaltungssendung die US-Truppen im Irak.

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Im Camp Victory nahe Bagdad in einem ehemaligen Präsidentepalast von Sadam Hussein läuft die Show. Stephen Colberts Anzug ist in Tarnfarben gehalten und sein Moderatorentisch von Sandsäcken in Stars and Stripes umgeben. Die Truppe lacht über seine Witze, John McCain als ehemaliger Soldat wird eingespielt und kommentiert lustig. Stephen erklärt den Einsatz und das Soldatenleben mit Sarkasmus und Selbstironie und nimmt dabei die USA und das Pentagon humoristisch aufs Korn.

The Colbert Report Mon – Thurs 11:30pm / 10:30c
The Word – Why Are You Here?
colbertnation.com
Colbert Report Full Episodes Political Humor Keyboard Cat

Der Comedian zeigt den Soldaten seine 10-stündige kompensierte Einsatzvorbereitung im Fort Jackson der U.S. Army mit Robben, Bajonett-Kunde und Liegestützen eingeschlossen.

The Colbert Report Mon – Thurs 11:30pm / 10:30c
Stephen Strong: Army of Me – Basic Training
colbertnation.com
Colbert Report Full Episodes Political Humor Keyboard Cat

In der Show tritt als krönender Abschluß der Sendung der Commander der Operation Iraqi Freedom und der Mult-National Force Iraq, General Ray Ordierno auf, der Commander in Chief Barack Obama wird zugeschaltet und befiehlt unter dem Jubel der Soldaten dem ameriaknischen General und Commander im Irak, dem Show-Star Stephen Colbert die Haare zu schneiden.

The Colbert Report Mon – Thurs 11:30pm / 10:30c
Obama Orders Stephen’s Haircut – Ray Odierno
colbertnation.com
Colbert Report Full Episodes Political Humor Keyboard Cat

Hintergrundinformationen: Colbert Nation | The Daily Show.com, Die gesamte Show (mit Anreise, Begrüßung durch fliegende Schuke im Irak)
Multi-National Force, MNF-Iraq.com
United States Central Command, CENTCOM.mil

Bild des Tages – Drum & Bugle Corps

Dienstag, 9. Juni 2009

BARRACK BUGLERS

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Members of the U.S. Marine Drum & Bugle Corps perform during an evening parade at the Marine Corps Barracks in Washington, D.C., May 29, 2009. U.S. Marine Corps photo by Lance Corporal Charles Groff.

(Bildquelle: U.S. Department of Defence.mil)

BMVg-Planungen zu PTBS-Versorgung von Wissenschaftsrat in Frage gestellt

Montag, 8. Juni 2009

Es fehlt an gebotener Qualität und notwendigem Umfang

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Die Webseite des Wissenschaftsrates (WR) gibt Auskunft und Übersicht, dass und wie mit welchen Ergebnissen die Forschungsinstitute der Bundeswehr im Auftrag der Bundesregierung vom Wissenschaftsrat untersucht wurden. Darunter auch das Institut für den Medizinischen Arbeits- und Umweltschutz des Sanitätsdienstes in Berlin, also dort wo das Zentrum für PTBS (Posttraumatische Belastungsstörungen) entstehen soll.

Dazu hat der Wissenschaftrat festgestellt:
“Das Institut für den Medizinischen Arbeits- und Umweltschutz, Berlin, hat die wichtige Aufgabe, Maßnahmen zur Vorbeugung, Erkennung und Therapie von
arbeits- und umweltbedingten Gesundheitsstörungen zu erforschen und zu entwickeln, bw-wr-logomit denen Soldatinnen und Soldaten insbesondere im Einsatz konfrontiert sind. Die hierfür erforderlichen Forschungsleistungen werden allerdings im Institut nicht in der gebotenen Qualität und im notwendigen Umfang erbracht. Daher bittet der Wissenschaftsrat das Verteidigungsministerium zu prüfen, ob die Aufgaben des Instituts auf andere Forschungseinrichtungen der Bundeswehr – etwa die wehrmedizinischen Institute in München und Koblenz – übertragen werden können.”

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Besonders heikel für das BMVg bzw. die Bundeswehr ist diese WR-Stellungnahme, eine Wissenschaftspolitische Stellungnahme zum Institut für den Medizinischen Arbeits- und Umweltschutz der Bundeswehr, Berlin.

In der bilanzierenden Zusammenfassung mit Empfehlungscharakter schreibt der Wissenschaftsrat:
Der Arbeitsplatz “Bundeswehr” und insbesondere “Bundeswehr im militärischen Auslandseinsatz” unterscheidet sich in vielfacher Hinsicht von Arbeitsplätzen im zivilen Bereich, auf die sich die arbeits- und umweltmedizinische Forschung in Deutschland nahezu ausschließlich konzentriert. Angesichts der erwartbaren weiteren Zunahme militärischer Auslandseinsätze der Bundeswehr ist die wissenschaftliche Erforschungder Arbeits- und Umweltbedingungen, mit denen die Soldatinnen und Soldaten konfrontiert sind, zwingend geboten, um den größtmöglichen Schutz für Gesundheit und Leben der Bundeswehrangehörigen zu gewährleisten. Die Gründung des Institutes für den Medizinischen Arbeits- und Umweltschutz der Bundeswehr im Jahr 2003 war daher grundsätzlich eine angemessene Maßnahme, um die steigenden Forschungs und Entwicklungsbedarfe bearbeiten zu können.

Das Institut für den Medizinischen Arbeits- und Umweltschutz kann die ihm übertragenen, für den Schutz von Gesundheit und Leben der Soldatinnen und Soldaten sehr wichtigen, Aufgaben nur teilweise in zufriedenstellender Weise wahrnehmen.

Zum Teil gute Leistungen erbringt das Institut im Bereich wissenschaftsbasierter Dienstleistungen, insbesondere bei der Anpassung verfügbarer Methoden und Techniken zur Erfassung und Identifikation von gesundheitsgefährdenden Substanzen auf die Bedingungen militärischer Einsätze in verschiedenen Regionen der Welt mit ihren jeweils sehr spezifischen Umwelt- und Arbeitsbedingungen.

Dagegen sind die Forschungs- und Entwicklungsleistungen in quantitativer und qualitativer Hinsicht gegenwärtig nicht ausreichend. Verantwortlich dafür ist in erster Linie eine Rekrutierungspraxis im Bereich des wissenschaftlichen Personals, die nicht mit den Anforderungen an eine Einrichtung mit erheblichem FuE-Anteil vereinbar ist.
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter, die über Forschungserfahrung verfügen, sind am Institut in der Minderheit. Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Beschäftigten hat nach dem Studium der Medizin eine Facharztausbildung abgeschlossen. Diese befähigt zu diagnostischen und kurativen Tätigkeiten, die insbesondere in der arbeits- und umweltmedizinischen Ambulanz des Instituts nachgefragt werden, nicht jedoch zu Forschungstätigkeiten. Der bislang weit unterhalb der angegebenen Quote von 40 % der Tätigkeiten des wissenschaftlichen Personals liegende FuE-Anteil sowie die qualitativ überwiegend nicht überzeugenden FuE-Leistungen sind auf diesen Mangel an wissenschaftlich qualifiziertem Personal sowie – in zweiter Linie – auf die personelle Unterausstattung in einigen Teileinheiten und das Fehlen wichtiger Expertinnen und Experten für mehrere Fachgebiete zurückzuführen. Weitere Gründe sind die unzureichende Vernetzung mit den wissenschaftlichen – zivilen und militärischen – Fachgemeinschaften und in Verbindung damit die lediglich in Ansätzen vorhandene wissenschaftliche Qualitätssicherung. Unter den genannten Bedingungen kann gegenwärtig die Beschäftigung von wissenschaftlichen Nachwuchskräften am Institut nicht empfohlen werden. Erschwerend hinzu kommen personal und haushaltsrechtliche Regelungen, die den Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten nicht entsprechen. Da diese Regelungen für alle wehrmedizinischen Institute der Bundeswehr gelten, wird der Wissenschaftsrat an anderer Stelle übergreifend dazu Stellung nehmen.

Damit das Institut die ihm übertragenen, sehr wichtigen Aufgaben zufriedenstellend wahrnehmen kann ist eine grundlegende Umstrukturierung erforderlich. Zwingende Mindestvoraussetzung wäre eine Rekrutierung von qualifiziertem wissenschaftlichem Personal mit Forschungserfahrung (mindestens zehn Vollzeitäquivalente), insbesondere für die Bereiche Epidemiologie, Mikrobiologie, Biophysik, Statistik und Psychiatrie bzw. Psychologie. Dem Leiter der Einrichtung sollte eine Forschungsdirektorin bzw. ein Forschungsdirektor zur Seite gestellt werden, die bzw. der über Erfahrungen in der Forschung und wissenschaftliche Reputation verfügt. Dringlichste Aufgabe dieser Forschungsdirektorin bzw. dieses Forschungsdirektors wäre die Erarbeitung eines kohärenten Forschungs- und Arbeitskonzeptes für das Institut und die Entwicklung
eines Verfahrens zur systematischen Themengenerierung. Weiterhin müsste für das Institut einwissenschaftlicher Beirat mit ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eingerichtet werden, der das Institut bei der Vernetzung mit den wissenschaftlichen Fachgemeinschaften und der wissenschaftlichen Qualitätssicherung (insbesondere in Form von Publikationen in referierten Fachzeitschriften sowie Vorträgen und Teilnahmen an Fachkonferenzen im In- und Ausland) unterstützt.
Das Institut müsste im Rahmen vertraglicher Vereinbarungen eng mit wissenschaftlichen Einrichtungen, besonders mit der Charité sowie den wehrmedizinischen Instituten in München zusammenarbeiten. Unerlässlich sind überdies eine erhebliche Erhöhung des FuE-Anteils an den Tätigkeiten des wissenschaftlichen Personals sowie eine deutliche qualitative Verbesserung der Forschungs- und Entwicklungsleistungen.”

(Grafikquelle, Textauzüge:
Pressemitteilung des Wissenschafstrates vom 29. Mai 2009 “Wehrmedizinische Forschung unverzichtbar für Bundeswehr”
und
WR-Stellungnahme zum Institut für den Medizinischen Arbeits- und Umweltschutz der Bundeswehr, Berlin
, 61 Seiten, v. 28.05.2009;
Bilderquelle: NATO.int)

Der Wissenschaftsrat (WR) berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung.

Granatenschock, Kriegszittern, PTBS und “Psychogesülze für Weicheier”

Montag, 8. Juni 2009

Posttraumatische Belastungsstörungen bei Einsatz-Soldatinnen und -Soldaten der Streitkräfte zum Beispiel als Afghanistan-Heimkehrer oder als Einsatz- oder Kriegs-Veteranen und damit als potenziell Gefährdete und als konkrete Opfer kommt als zu diskutierendes Thema in der Gesellschaft und in den Regionen an.

Die “Gießener Zeitung” berichtet:
“Sind Potstraumatische Belastungsstörungen (PTBS) ein Thema für ernst zu nehmende Führungsaufgabe oder “Psychogesülze” für Weicheier? Diese Frage stellte der Referent, Oberst a.D. Hans-Jürgen Folkerts, seinen Zuhörern in der Gießener Kongresshalle.

Die Meinung war unter meist älteren Zuhörern geteilt. Für beide Teile der Frage gab es Befürworter. Im Ersten Weltkrieg sprach man vom “Shell-Schock” (Granatenschock) oder von “Kriegszitterern”. Das Militär hatte sich – meist nur sehr kurz – mit dem Phänomen beschäftigt, weil “Soldaten nicht mehr so funktionieren wie sie es hätten tun müssen”, stellte Folkerts fest. Die Wehrmacht schickte solche Soldaten in die sog. “Magenbataillone”.”

zum vollständigen Artikel bei Hessens erstem virtuellen Mitmach-Medium im Zeitungsformat, der Gießener Zeitung

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(Bild United Kingdom Government: British 55th (West Lancashire) Division troops blinded by tear gas await treatment at an Advanced Dressing Station near Bethune during the Battle of Estaires, 10 April 1918, part of the German offensive in Flanders. Photographer: 2nd Lt. T.L. Aitken, Imperial War Museum catalogue number Q 11586.)

Mehr zum Thema PTBS bei Angriff-auf-die-Seele.de/ptbs, Soldatenglück.de berichtet regelmäßig zum Thema PTBS und die medizinische Fürsorge.

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Army Today: Afghan Plus-Up (Video)

Montag, 8. Juni 2009

This edition features a story on the difference additional troops in Afghanistan are making on the grounds there, and the continued efforts the U.S. is making to improve life for the Afghan people. Hosted by Gail McCabe.

(Videoquelle: U.S. Army.mil;
Textquelle: U.S. Forces in Afghanistan)