Archiv für Mai, 2009

Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau (Videos)

Samstag, 9. Mai 2009

1945-2009

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Rede des Russischen Präsidenten Dimitri Medwedjew bei der heutigen Parade 2009 anlässlich des 64. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg (II. Weltkrieg, für die damalige Sowjetunion vom 22. Juni1941 bis 08. Mai 1945) auf dem Roten Platz in Moskau. 9.000 russische Soldaten waren an der traditionellen Parade und Waffenschau beteiligt.

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(Bilderquelle: Kremlin.ru)

Und so sah das im Jahr 1945 aus, sehr ähnlich, allerdings war der Panzer T 90 noch ein T 34 und der Oberkommandierende hieß mit Vornamen Josef und die Raketenwerfer Stalinorgeln.



A400M – Neue Probleme (Video)

Samstag, 9. Mai 2009

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Weitere Probleme beim A400M

Europrop International ist die Firma, die das A400M Triebwerk herstellt.
[Vor]Gestern wurde nun bekannt, dass es einen erneuten Rückschlag bei der Produktion dieses Triebwerks gab.

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Die Firma gestand, dass Sie bei der Entwicklung eines wichtigen Computer-systems einen groben Schnitzer begangen hätte. Aus Versehen wurden nicht die richtigen Unterlagen fertig gestellt, um eine Genehmigung des Antriebs bezüglich ziviler Standards zu erreichen.” zur vollständigen Blog-Meldung bei Michael Weis

Michael Weis betreibt den Blog:
Totgedacht – Blog zum Thema Politik, Gesellschaft und Kultur

Die Beschaffungs- und Entwicklungsgeschichte des A400M als dringend benötigtes Transportflugzeuge für die Bundeswehr scheint ein never ending story zu werden, Soldatenglück.de berichtete mehrfach über die Schwierigkeiten und Hindernisse. Hier ein Video, was der Airbus400Military (A400M) alles können sollen muss.

(Bilderquelle: Military Airbus, EADS.com)

Patrouillen-Alltag in Afghanistan (Videos)

Samstag, 9. Mai 2009

Patrolling For Independence
U.S. Soldiers and Afghan forces patrolling
a village and a market in Afghanistan.

Roughing It
Soldiers living at an outpost near Nawa

Bilder des Tages – Pakistan in der Offensive gegen die Taliban

Samstag, 9. Mai 2009

Buner Operation

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Im Kampf gegen die Taliban im Nordwesten Pakistans meldet die pakistanische Armee Erfolge. Schwere Waffen kommen zum Einsatz, Panzer, Artillerie und andere großkalibrige Waffen sowie Hubschrauer und Kampfflugzeuge. Die pakistanischen Truppen nahmen schon vor Tagen die strategisch wichtige Hauptstadt des Bezirks Buner, Dagar, ein. Im Nachbarbezirk, im Swat-Tal, ist eine Hochburg der wiedererstarkten islamistischen Taliban. Im Februar hatten die Taliban dort mit der Provinz-Regierung der nordwestlichen Grenzprovinz zu Afghanistan mit Duldung Islamabads einen Waffenstillstand ausgehandelt, Soldatenglück.de berichtete darüber. Im Gegenzug wurde das islamischen Recht, die Scharia, in der Region eingeführt. Trotz des Waffenstillstands waren bewaffnete Taliban aus dem Swat-Tal immer weiter in die Nachbar-Bezirke vorgedrungen.
Der Preis der Militär-Offensive sind mehrere 10.000 Flüchtlinge, die die umkämpfte Region verlassen, und Verletzte sowie Tote in der Zivilbevölkerung.

(Bilderquelle: Pakistanisches Verteidigungsministerium.pk)

SPIEGEL ONLINE berichtet allzu passgenau: “Taliban planen Offensive gegen Bundeswehr”

Freitag, 8. Mai 2009

SPIEGEL ruft DEFCON 2 für Deutschland aus

Passgenau zur angespannten Lage, zur Festnahme eines gesuchten und ehemals in Guantanamo inhaftierten Taliban-Führers durch deutsche KSK, zur Offensive der Taliban, zu verschärften Sicherheits- und anhaltenden Gefechtslage und zur medialen Aufmerksamkeit liefert das Magazin DER SPIEGEL zeitnah bei SPIEGEL ONLINE, das offenbar in steten Telefon- und möglicherweise sonstigem Kontakt mit den Taliban steht, einen alarmierenden Artikel. Dass die Taliban der Bundeswehr und der deutschen Bevölkerung im Vorfeld der Bundestagswahl mal richtig einheizen will, wird mitgeteilt, namentlich die Frau Susanne Koelbl vom SPIEGEL macht sich (bestenfalls) unbewußt oder fahrlässig zum alarmistischen Sprachrohr der Taliban-Absichten und benennt einen  “hohen US-Offizier” als Quelle für die Nachricht, die die Bedrohungsanalyse für Deutschland auf DEFCON 2, Defense readiness conditions (Verteidigungsbereitschaftszustand) erhöhen müsste, wenn denn das alles so stimmen würde.
Die ” … Auslands-Reporterin des SPIEGEL ist seit dem Fall der Taliban so häufig in Afghanistan gewesen wie kein anderer deutscher Journalist. Ihre exzellenten Kontakte und Zugänge reichen in alle Gesellschaftsschichten – von Präsident Hamid Karzai und seiner Regierung bis in die Kreise der Taliban und der regionalen Stammesführer”, schreibt ihr Verlag Random House. Die Titel ihrer verlegten Bücher dort sind “Krieg am Hindukusch” und “Geliebtes, dunkles Land”.

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Der Ausspruch “SPIEGEL Leser wissen mehr” könnte erweitert werden auf den Auspruch “Die Taliban erreichen mit dem SPIEGEL mehr”. Um mal eine wirklich handfeste Quelle zu zitieren: “Deutschland ist Teil eines weltweiten Gefahrenraums und liegt im unmittelbaren Zielspektrum islamistisch-terroristischer Gruppierungen”, so der Verfassungsschutzbericht 2007 im Teil “Internationaler islamistischer Terrorismus”. Diese SPIEGEL-Journalistin wird allmählich zu einem Verdachtfall, leider mit enormer Leserqoute. Wo sind wir hier eigentlich, die rechts-konservative BILD gefährdet Kanzlerin, Soldaten und Verteidigungsminister mit seiner Vorab-Berichterstatung über die geheimgehaltene Regierungs-Visite in Kunduz und der links-der-Mitte SPIEGEL macht auf Pressefreiheit und dient der Taliban-Propaganda. Die letzten Patrioten in diesem Land sind offenbar die Soldaten, die sich für 110,- Euro “Schweigegeld” pro Tag und zwei Stück Blech an buntem Stoff als staatlichem Dank nach ihrem Afghanistan-Einsatz in der demokratischen Freiheitsgesellschaft daheim mit freundlichem Desinteresse sagen lassen müssen: “Soldaten sind Mörder” und “Raus aus Afghanistan”.

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SPIEGEL ONLINE-Artikel: “Taliban planen Offensive gegen Bundeswehr”
“Ausweitung der Kampfzone: Nach SPIEGEL-Informationen planen die Taliban massive Angriffe auf deutsche Isaf-Truppen. Die Extremisten wollen vor der Bundestagswahl blutige Gefechte provozieren – und so die Mehrheit im Parlament für den Afghanistan-Einsatz kippen.

von Susanne Koelb, Berlin – Nach Erkenntnissen der amerikanischen Isaf-Führung in Kabul droht der Bundeswehr und ihren Verbündeten in den kommenden Monaten eine Offensive der Taliban. Die militanten Islamisten weichen bereits dem militärischen Druck der Amerikaner im Süden und Osten aus und planten, in Regionen zuzuschlagen, in denen sie weniger Widerstand erwarten, vor allem im deutschen Verantwortungsbereich, erklärte ein hoher US-Offizier dem SPIEGEL.” zum vollständigen SPIEGEL ONLINE Bericht

(Textauszüge: SPIEGEL ONLINE.de;
Bildquelle: NATO.ISAF.int, Bundeswehr.de)



Zugriff auf See – EU NAVFOR nimmt Piraten fest (Video)

Freitag, 8. Mai 2009

Festnahme von Piraten auf einem Skiff im Indischen Ozean durch französische EU NAVFOR Kräfte. Das Video zeigt das Zusammenspiel von Fregatte, Hubschrauber und die rasante Verfolgung mit schnellen Marine-Schlauchbooten, das Stellen, den Zugriff, die Festnahme, das Anlegen der Schwimmwesten bei den gefangenen Piraten und die sichergestellten Piraten-Waffen und Panzerfäuste.

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Eine Fregatte der EU NAVFOR- ATALANTA Somalia Operation ATALANTA nahm bei dieser Operation insgesamt 11 Piraten fest. Ein Piraten-Mutterschiff und 2 Skiffs wurden unter Führung der französischen Fregatte NIVÔSE (F732, Bild unten) etwa 500 Seemeilen (900 km) östlich von Mombassa/Kenia im Indischen Ozean aufgebracht. Das erst jüngst veröffentlichte Video der EU zeigt die Festnahme-Aktion der Piraten auf einem Skiff durch französische Boarding-Soldaten.

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Das Ereignis trug sich schon im Mitte April zu, das Pariser Verteidigungsministerium teilte mit, am Vorabend hatte ein Bordhubschrauber der Fregatte NIVÔSE einen Piratenangriff auf den unter liberianischer Flagge fahrenden Frachter “SAFMARINE ASIA” abgewehrt. Andere Pressemeldungen berichteten, dass die Piraten versehentlich Kurs auf das französische Kriegsschiff genommen hätten, weil sie es für eine Handelschiff hielten, um es in ihre Gewalt zu bringen. Wahrscheinlicher ist, dass die zwei Piratenboote (Skiffs) nachts nach dem mißlingene Überfall auf das besagte Handelsschiff bis zum Piraten-Mutterschiff verfolgt worden sind. Das Piraten-Mutterschiff diente der Versorgung auf See, an Bord hatte es 17 Fässern mit je 200 Liter Treibstoff (Bild unten).

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Die Seeräuber wurden festgenommen und auf der Fregatte NIVÔSE” überbracht. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 15 somalische Piraten, festgenommen bei Zugriffen der französischen Marine, in Frankreich in Haft befindlich, diese 11 mutmaßlichen Piraten und die Waffen als rostige aber gefährliche Beweismittel kommen hinzu.

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(Bilderquelle: Ministere de la Defence.fr)

Erste Schritte Richtung amerikanisch-russische atomare Abrüstungsverhandlungen (Video)

Freitag, 8. Mai 2009

Sergej Lawrow bei Barack Obama

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Der Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Lawrov, hat mit seinem gestrigen Besuch in Washington D.C. im Weißen Haus und im State Department einen weiteren Schritt seit Beginn der Gepräche zur Abrüstung zwischen den USA und Russland gemacht. Der U.S. Präsident Barack Obama hatte am 05. April bei seiner Rede in Prag vor dem EU-USA-Gipfel angekündigt eine Welt ohne Atomwaffen als Vision mit Taten umsetzen zu wollen, Soldatenglück.de berichtete darüber, nachdem er vorher anläslich des G20 Gipfels in London bei einem bilateralen RUS-USA-Treffen am 01. April mit Dimitri Medwedjew über die Erfordernis nach weiterer gemeinsamer Abrüstung (START II Treaty etc) gesprochen hatte.

Das Gespräch unter den Außenministern zwischen Sergej Lawrow und  Hillary Rodham Clinton beinhaltete neben dem Abrüstungs-Vorhaben die Lage in Georgien und den NATO-Russland-Rat, wichtige Themen waren auch Afghanistan, Nordkorea, der Mittlere Osten sowie der Iran. Zum Text der anschließenden gemeinsamen Presskonferenz im State Department.

(Bildquelle: White House.gov)

Afghanistan: Mehrstündiges Gefecht im Raum Kunduz

Freitag, 8. Mai 2009

Deutsche PRT-Patrouille feuert massiv zurück und setzt nach -

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Bundeswehr kämpft in Afghanistan

Gestern gegen 13:30 Uhr MESZ begann etwa 5 Kilometer westlich der Stadt Kunduz  in Nordafghanistan im territorialen Bereich des von Deutschland als Lead Nation geführten ISAF Regional Command North (RC-N mit 5 PRT´s, kommandiert vom deutschen Brigadegeneral Jörg Vollmer) beim Beschuss einer deutschen Patrouille aus dem Feldlagers des Regionalen Wiederaufbauteams (Provincial Reconstruction Team, PRT) Kunduz mit isaf_logoHandfeuerwaffen und RPG-Panzerfäusten durch Taliban-Kräfte ein mehrstündiges Feuergefecht zwischen Taliban als Angreifer und zurück schiessenden deutschen Bundeswehrsoldaten. Die Bundeswehrsoldaten erwiderten das Feuer aus Maschinengewehren sowie Handwaffen und zwangen die Angreifer dadurch zum Ausweichen. Die Verfolgung der Angreifer wurde anschließend aufgenommen.

Zeitgleich wurden durch das Regionale Wiederaufbauteam (PRT) Kunduz die Afghan National Security Forces (ANSF) zur Unterstützung angefordert und deutsche Verstärkungskräfte eingesetzt. Zusätzlich wurde Luftnahunterstützung angefordert. Diese setzte im Rahmen der Force Escalation zu einem späteren Zeitpunkt Flares ein.

Gegen 15.56 Uhr MESZ erfolgte ein erneuter Beschuss der Patrouille mit RPG (Panzerabwehrwaffen russischer Bauart) aus unbekannter Richtung. Im Anschluss entwickelte sich ein mehrstündiges Gefecht bis in die Morgenstunden des heutigen Freitag, in dessen Verlauf mindestens vier Aufständische getötet, vier weitere verwundet und vier gefangen genommen wurden. Es kann gut sein, dass die für den Tod des deutschen Hauptgefreiten Sergej Motz am 29. April verantwortlichen Täter dabei sind, modus operandi und Wirkungskreis sprechen dafür. Darüber hinaus konnten mehrere Motorräder und Handfeuerwaffen durch die afghanischen Sicherheitskräfte beschlagnahmt werden. Auf deutscher Seite gab es keine Ausfälle. Bei dem Angriff wurde allerdings ein Polizist der ANP verwundet. Der Gegenseite wurde auschließlich durch die Afghan National Army Verluste zugefügt. Der Sprecher des BMVg war bemüht darauf hinzuweisen, dass es afghanische Sicherheitskräfte waren die vier Angreifer final ausgeschaltet und vier weitere verwundet haben. Die Bundeswehr im ISAF-Einsatz hat nämlich entgegen der Vernunft und wider der militärischen Erfordernis weder das Mandat noch die RoE´s für ein Verfolgen, Nachsetzen und Weiterbekämpfen, lediglich ein gegenwärtiger Angriff darf abgewehrt werden. Die Zusammenarbeit zwischen deutschen bzw. internationalen und afghanischen Sicherheitskräften habe gut funktioniert, unterstrich der BMVg-Sprecher Raabe.
Deutsche Bundeswehr-Soldaten sind weder verwundet worden noch entstand ein Materialschaden an den Bw-Fahrzeugen. In Berlin verwies das BMVg darauf, dass jedem Angreifern klar werden muss, dass Angriffe auf deutsche oder alliierte ISAF-Soldaten mit aller Macht und Feuerkraft abgewehrt und die Täter verfolgt werden, wie am gestrigen Beispiel bei der Festnahme eines Taliban-Führers im Raum Feyzabad verdeutlicht wurde.

Die Angriffe kommen nicht aus heiterem Himmel, nachrichtendienstliche Erkenntnisse sprechen von einer erwarteten Offensive der Taliban-Kräfte, die in dreistelliger Stärke aus Pakistan, Tadschikistan und Usbekistan nach Afghanistan eingesickert sind und die internationalen Truppe verstärkt angreifen. Auch im “von Deutschland geführten” Norden Afghanistan nicht mehr ausschließlich mit Terroranschlägen durch Selbstmordattentäter oder Sprengfallen, sondern mit Guerilla-Taktik aus dem Hinterhalt per Feuerüberfall, durch Heckenschützen und mit Feuergefechten mittels Maschinengewehr-Kreuzfeuer und panzerbrechenden Waffen.

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Karte (RC North hellblau) zum Vergrößern/Weiterleiten anclicken

Der Gegner

Die Taliban-Gruppen sind kleine, selbstständig operierende Kampfeinheiten, die “nadelstichartige” militärische Operationen durchführen, die den militärtechnologisch und Stärke-mäßig überlegenen Gegner bekämpfen. Kennzeichen der Taliban-Kräfte ist ihre hohe Mobilität und Flexibilität kombiniert mit dem Fehlen der Identifizierbarkeit bzw. der Unterscheidungs-Möglichkeit zur normalen Bevölkerung sowie der maximalen Opferbereitschaft bishin zum Einsatz des eigenen Körpers als Sprengsatz.
Taliban-Einheiten sind in ständiger Bewegung, um dem militärisch überlegenen Gegner auszuweichen, deren Erfolg ist davon abhängig, ob es ihnen gelingt die Entscheidung darüber zu behalten, an welchem Ort und zu welcher Zeit und unter welchen Bedingungen die militärische Konfrontation mit den regulären ISAF-Truppen stattfindet – der Gejagte wird zum Jäger. Die Taliban operiert meist aus den Bergen heraus, welche ein optimales Rückzugsgebiet bilden. Dies gilt in Afghanistan umso mehr, da der Rückzugsraum nicht nur das unwegsame, zerklüfftetes Gebirge ist, sondern sogar andere nationale Territorien wie z.B. bislang noch Pakistan zur Verfügung stehen als Flucht-, Ruhe-, Ausbildungs- und Nachschub-Raum. Die Taliban sind auf die Unterstützung der afghanischen Bevölkerung angewiesen, die sie aus Angst um Leib und Leben oder Religions- und Stammes-Solidarität mit Unterkunft, Nahrungsmitteln und Informationen versorgt.


Bundeswehr in Afghanistan im Krieg?

Die asymmetrische Bedrohung durch Al Qaidia international oder durch die Taliban in Afghanistan und Pakistan und Usbekistan mit Bedrohungs-Szenario für Deutschland ist eine Dimension der so genannten Neuen Kriege. Auch wenn die sich entwickelnden und den Realitäten sich anpassenden, nacheilenden Begrifflichkeiten des Völkerrechts de jure die Auseinandersetzung noch nicht als Krieg definieren, ist die Bundeswehr nach der Definition der Neuen Kriege in Afghanistan im Krieg. Da auch die Soldaten selbst zum Ausdruck bringen, “wir sind hier im Krieg”, kann durchaus von einer Bundeswehr in Afghanistan im Krieg gesprochen werden, auch wenn das offizielle Eingeständnis, wie beim Begriff “Gefallene”, noch auf sich warten läßt.

Weitere erste Details beim PHOENIX-Afghanistan-Blog von Boris Barschow

(Bild-, Kartenquelle: NATO.ISAF.int; Bundeswehr.de)

Bild des Tages – Helden der Sowjetunion 2009

Freitag, 8. Mai 2009

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Der russische Präsident Dimitri Medwedjew mit Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges (II. Weltkrieg, für Russland vom 22. Juni 1941 bis 08. Mai 1945), die den Titel “Helden der Sowjetunion” tragen, im Moskauer Kreml. 13.000 Menschen ist dieser Titel in der Sowjet-Zeit verliehen worden, dem größten Teil von ihnen (11.695) für Taten im Großen Vaterländischen Krieg. Die Veteranen kamen zusammen im Zuge der Vorbereitungen auf den 08. Mai 1945/2009, dem Kapitulationstag des Deutschen Reiches und dem Siegestag der Russen und sonstigen seinerzeit Alliierten.
Dimtri Medwedjew betonte in seiner Rede an die Veteranen und lebenserfahrenen Helden, dass mit diesem Titel nicht nur Bürger der damaligen Sowjetunion, die im Krieg besondere Taten vollbrachten, ausgezeichnet wurden, auch Ausländer die in der Roten Armee Dienst dienten, sowie Partisanen, Untergrundkämpfer und Akteure in Anti-Nazi-Organisationen, alle, die zum Sieg im Großen Vaterländischen Krieg beitrugen.

Medwedjews Rede an die “Helden der Sowjetunion”

(Bildquelle: Kremlin.ru)

Blumenzug für den gefallenen Hauptgefreiten Sergej Motz

Donnerstag, 7. Mai 2009

“Wir sind zusammengekommen,
um in Ihrem Schmerz an Ihrer Seite zu sein”

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Abschied von Sergej Motz in Bad Salgau/Baden-Württemberg in der St. Johannes-Baptist Kirche, die Familienmitglieder, Lebensgefährtin, Freunde und Soldaten trauern um den nur 21 Jahre alt gewordenen Sohn, Bruder, Kameraden und Angehörigen der am 29. April 2009 bei einem Feuergefecht nahe Kunduz/Afghanistan gefallen ist, Soldatenglück.de berichtete darüber. Bei der Trauerfeier mit Staatsakt waren der Bundesminister der Verteidigung, der Generalinspekteur der Bundeswehr, der selbst aus Bad Salgau stammt, sowie der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages zugegen, rund 800 Menschen nahmen an der Trauerfeier in und vor der Kirche teil.
Sergej Motz entstammt einer russlanddeutschen Familie, er wuchs in Bad Salgau auf und ist evangelisch getauft, doch nur die Katholische Kirche war groß genug, um die Trauerfeier angemessen und mit genügend Fassungsvermögen für die Vielzahl der Trauernden ausrichten zu können. Sergej Motz Vater hat als Soldat in der Sowjetarmee in Afghanistan dienen müssen, sein Sohn Sergej wollte freiwillig im Rahmen seines Dienstes bei der Bundeswehr im ISAF-Einsatz in Afghanistan Dienst tun.

Am 29. April war HG Sergej Motz erst ein paar wenige Wochen im Einsatzland, auf dem Rückweg zum Feldlager des PRT Kunduz von einem Erkundungs-Auftrag kommend geriet seine Patrouille zweimal innerhalb von nur etwa drei Kilometern in einen Hinterhalt und wurde mit Panzerfäusten und Handfeuerwaffen beschossen. Bei einem zweiten Hinterhalt kommt das geschützte Fahrzeug (DINGO) mit dem Hauptgefreiten Motz unter Beschuss, er war im MG-Stand des Fahrzeuges auf Posten. Das gepanzerte Fahrzeug wurde von einer Panzerfaust getroffen und der Soldat Sergej Motz durch Splitterwirkung schwer verletzt, er erlag kurze Zeit danach seinen Verletzungen. Vorausgegangen war einer der schwersten Feuergefechte, das die Bundeswehr in Afghanistan zu bestehen hatte.
“Wir sind zusammengekommen, um in Ihrem Schmerz an Ihrer Seite zu sein”, sagte Verteidigungsminister Franz Josef Jung an die Angehörigen von Sergej Motz gerichtet.
Artikel bei Bundeswehr.de

(Bildquelle: Bundeswehr.de)