Blumenzug für den gefallenen Hauptgefreiten Sergej Motz
von Dirk ~ 7. Mai 2009. Zu lesen unter: Bundeswehr, Gedenken.“Wir sind zusammengekommen,
um in Ihrem Schmerz an Ihrer Seite zu sein”
Abschied von Sergej Motz in Bad Salgau/Baden-Württemberg in der St. Johannes-Baptist Kirche, die Familienmitglieder, Lebensgefährtin, Freunde und Soldaten trauern um den nur 21 Jahre alt gewordenen Sohn, Bruder, Kameraden und Angehörigen der am 29. April 2009 bei einem Feuergefecht nahe Kunduz/Afghanistan gefallen ist, Soldatenglück.de berichtete darüber. Bei der Trauerfeier mit Staatsakt waren der Bundesminister der Verteidigung, der Generalinspekteur der Bundeswehr, der selbst aus Bad Salgau stammt, sowie der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages zugegen, rund 800 Menschen nahmen an der Trauerfeier in und vor der Kirche teil.
Sergej Motz entstammt einer russlanddeutschen Familie, er wuchs in Bad Salgau auf und ist evangelisch getauft, doch nur die Katholische Kirche war groß genug, um die Trauerfeier angemessen und mit genügend Fassungsvermögen für die Vielzahl der Trauernden ausrichten zu können. Sergej Motz Vater hat als Soldat in der Sowjetarmee in Afghanistan dienen müssen, sein Sohn Sergej wollte freiwillig im Rahmen seines Dienstes bei der Bundeswehr im ISAF-Einsatz in Afghanistan Dienst tun.
Am 29. April war HG Sergej Motz erst ein paar wenige Wochen im Einsatzland, auf dem Rückweg zum Feldlager des PRT Kunduz von einem Erkundungs-Auftrag kommend geriet seine Patrouille zweimal innerhalb von nur etwa drei Kilometern in einen Hinterhalt und wurde mit Panzerfäusten und Handfeuerwaffen beschossen. Bei einem zweiten Hinterhalt kommt das geschützte Fahrzeug (DINGO) mit dem Hauptgefreiten Motz unter Beschuss, er war im MG-Stand des Fahrzeuges auf Posten. Das gepanzerte Fahrzeug wurde von einer Panzerfaust getroffen und der Soldat Sergej Motz durch Splitterwirkung schwer verletzt, er erlag kurze Zeit danach seinen Verletzungen. Vorausgegangen war einer der schwersten Feuergefechte, das die Bundeswehr in Afghanistan zu bestehen hatte.
“Wir sind zusammengekommen, um in Ihrem Schmerz an Ihrer Seite zu sein”, sagte Verteidigungsminister Franz Josef Jung an die Angehörigen von Sergej Motz gerichtet.
Artikel bei Bundeswehr.de
(Bildquelle: Bundeswehr.de)
























