Unsere Soldaten verdienen Respekt, Anerkennung, Dank und Fürsorge
von Dirk ~ 30. April 2009. Zu lesen unter: Streitkräfte&Gesellschaft, Verteidigungspolitik.Der 31. im Afghanistan-Einsatz umgekommene Soldat
war ein Hauptgefreiter
Am Wochenende noch habe ich mit ein paar guten Jungs eines Jägerbataillons des Heeres der Bundeswehr gesprochen. Ein junger Hauptgefreiter (FWDL´er) erzählte mir, dass er im Herbst nach Afghanistan gehen wird, er müsse noch die Vorausbildungen (ESGA, ZENTRA, PSO) in Hammelburg absolvieren, der geplante Einsatzort sei das PRT (Provincial Reconstruction Team) Feldlager Kunduz bei ISAF im Norden Afghanistans.
Wir sprachen über seinen Job dort, den Auftrag, die Lage und die Gefahren aus seiner Sicht. Der Hauptgefreite (HG) ist ausgebildeter Infanterist und Transportpanzer FUCHS-Fahrer, er sagte mir, er sei aus Überzeugung Soldat und der Einsatz gehöre nun mal dazu, er möchte bewußt in den Einsatz gehen als Herausforderung, aus Kameradschaft und vor allem um etwas zu bewirken in seiner Dienstzeit. Als wir zusammen in “seinem” FUCHS sassen, sagte er mir, dass er sich auf sein gepanzertes Fahrzeuge verlasse, “hier drin bin ich sicher”. 18.038 Planstellen für Hauptgefreite hat die Bundeswehr, sie gehören zu denen, die sich zumeist fern der öffentlichen Wahrnehmung, ohne gesellschaftlichen Dank und bei vergleichsweise schwacher sozialer Absicherung für ihr Land engagieren.
Eine Patrouille des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT), bestehend aus neun geschützten Fahrzeugen, war gestern gegen 18.50 Uhr Ortszeit Afghanistan in der Nähe des deutschen Feldlagers Kunduz zunächst in einen ersten Hinterhalt geraten. Nach dem Beschuss gelang es ihr durchzustoßen.
Fünf Kilometer weiter geriet sie in einen zweiten, massiven Hinterhalt. Das hier sich entwickelnde Feuergefecht dauerte mehrere Minuten. Eine Panzerabwehrwaffe (RPG) der Angreifer traf den Dingo. “Unser Kamerad ist dabei gefallen”, so der Generalinspekteur. Bei dem getöteten Soldaten handelt es sich um einen Hauptgefreiten des Jägerbataillons 292 (Wappen rechts) aus Donaueschingen, welches zur Deutsch-Französischen Brigade gehört. Vier weitere Soldaten wurden verletzt. Sie wurden noch am Abend mit dem MEDEVAC-Hubschrauber in das deutsche Einsatzlazarett nach Mazar-e-Sharif geflogen.
Der gestern nahe Kunduz im ISAF-Einsatz gefallene Bundeswehr-Soldat war erst seit kurzer Zeit im Einsatzland, er war auch ein 21-jähriger Hauptgefreiter, einer der freiwillig länger dient im Status FWDL oder SaZ, also ein junger Mann, der freiwillig länger seinen Grundwehrdienst leistet oder Soldat auf Zeit ist und im Mannschaftsdienstgrad seinen Auftrag auch im Auslandseinsatz versieht.
Diese Jungs verdienen allergrößten Respekt, Anerkennung, Dank und Fürsorge!
Bei allen Einsätzen im Ausland starben insgesamt 77 Angehörige der Bundeswehr, gestern ist die traurige Bilanz auf 78 verlorene Menschenleben gestiegen.
(Bilderquelle: Soldatenglück.de;
Textauszüge, Grafik: BMVg.de)
























1. Mai 2009 um 12:31 Uhr
Nicht ganz richtig: Der Gefallene war SaZ4.
2. Oktober 2011 um 23:12 Uhr
1. Unsere Soldaten verdienen Respekt, Anerkennung, Dank und Fürsorge.
2. Bin der Vater von einem Bundeswehr Soldaten selber auch einer ehemaliger Sowjet Armee Soldat. Sage einfach eins , halt durch ,wir warten auf euch , Jungs kommt bald nach hause .
3:Wir wissen wie schwer ist der Dreck was da auch eure Füßen gewesen.
4: Es wird auch nicht leichter daheim,Es einsteht leider nun eine neue Kameradschaft Afganistanen oder Afghanen . Die Jüngs – Männer ,Die ein mal Da ,(In Afghanistan gewesen siend) . Halt bitte eich zusammen.
Werde gern selber ,einem Kameraden sein dienst übernehmen obwohl bald 50 bin ,habe nicht viel zu verlieren .Prost …..
2. Oktober 2011 um 23:31 Uhr
Mein tiefste Beileid Familie vom all ersten gefallenen Sergej Motz so wie allen anderen Kameraden , Möchte unbedingt mit Eltern und angehörigen wieder mal zusammen trauern .
Geheiligt werde dein Name…..