Archiv für März, 2009

2. BND-Resident an Deutscher Botschaft Pristina/Kosovo und ein offizieller Mitarbeiter wegen Spionage-Verdacht inhaftiert, Hintergründe – Dame, König, As, Spion

Montag, 23. März 2009

Der 1. Teil der Reportage “BND-Resident an Deutscher Botschaft Pristina/Kosovo und ein offizieller Mitarbeiter wegen Spionage-Verdacht inhaftiert, Hintergründe – Dame, König, As, Spion” endet mit dem unbedachten Outing des BND-Residenten am damaligen Deutschen Verbindungsbüro Kosovo Anto K. durch die heutige Bundeskanzlerin Angela M.

Unser Mann aus Pullach in the Line of Fire
im größten OK-Nest der westlichen Hemisphäre

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Angela Merkel im Juni 2005 … “Und Sie sind also unser Mann aus Pullach” – der, den Generalbundesanwältin Monika Harms am 17. März 2009 verhaften ließ. Soldatenglück.de berichtet darüber. In Pristina und darüber hinaus sprach sich der wahre Auftrag von Anton K. im Kosovo schnell herum, der ehemalige Hauptmann der Bundeswehr war Agent des Bundesnachrichten-dienstes und Resident an der Deutschen Botschaft Pristina (Bild unten).

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2. Teil der Reportage: Absolute Freunde muss man haben, wenn man übr einen Zeitraum von mehreren Jahren das geheime Nachrichtendienst-Geschäft betreibt, Anton wohnte mit einem Weggefährten durch dick und dünn zusammen im Pristina, im Diplomaten-Viertel Dragodan, wo vierstellige Summen Miete aufgerufen werden für eine vernüftige Unterkunft, die in Deutschland locker die Hälfte kosten und den vierfachen Qualitätsstandard aufweisen würde. In der Straße Rruga 24 May (rosa Punkt) auf 600 Meter Höhe unweit des KFOR HQ (grün mit Punkt) hatte Anton K. seine Wohnung mit direktem Blick über ganz Pristina, nahe beim Haus des Ramush Haradinaj (rot mit Punkt) und fußläufig (Verbindungslinie blau) zwei Straßen unterhalb vom Gebäude der Deutschen Botschaft (gelb mit Punkt) in der Rruga Azem Jashanica Nr. 17. und der Botschafts-Residenz (gelb) des Deutschen Botschafters Hans-Jürgen Steinbach und seiner beiden Vorgänger als Leiter des Deutschen Verbindungsbüros Kosovo, Karl Wokalek und Jürgen Engel (heute Botschafter in Jamaika), letztere hatten beide mit Anton K. Arbeitskontakt. (Kartenansicht mit den Standort der Wohnung von Anton K. im “Bermuda-Viereck” zwischen Botschaft, Botschafts-Residenz, BND-Privatwohnung und Haradinaj-Haus zum Anclicken unten)

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Der Sprachmittler der BND-Residenz, der als Murat A. (26) aus Mazedonien bezeichnet wird, nannte sich Afrim. Er gab gegenüber den Kosovaren an, aus dem Kosovo, der Municipality Kacanik nahe der kosovarisch-mazedonischen Grenze Südsüdost im Kosovo zu stammen und gab vor, deutscher Staatsbürger mit südosteuropäischer Abstammung zu sein, dessen Familie in Deutschland lebe. Dass er als Sprachmittler im Team des “normalen” Botschaftsmitarbeiters Anton K. tätig war, wurde offen gehandelt, die Botschaft beschäftigt eine Vielzahl lokaler Mitarbeiter. Gleichgeschlechtliche Wohngemeinschaften von internationalen Beschäftigten sind im Kosovo nichts außergewöhnliches, so lebt so manche 2er, 3er und 4er Wohngemeinschaft von Polizisten, Missions-Bediensteten (UN, EU, OSZE) oder NGO-Mitarbeitern für die Zeit der Mission wechselnd unter einem Dach. Als Motiv bzw. Angriffsfläche für die mutmaßliche Spionage-Tätigkeit wird dem BND-Beamten Anton K. in der ersten Pressewelle zu dem Fall bei SPIEGEL ONLINE und BILD.de eine homosexuelle und intime Bindung zu dem Murat nachgesagt. Ja, tatsächlich wohnte der Murat A. bei dem Anton K. in der Wohnung in der Rruga 24 May in Pristina-Dragodan, tatsächlich hat der Anton aber mit seiner deutschen Ehefrau mehrere gemeinsame Kinder, somit ist die Homo-Theorie anzuzweifeln oder zumindest das homo- zu streichen und durch bi- zu ersetzen und schon wird die Beweiskette schwächer.

Der dringende Verdacht des Verrats von Staatsgeheimnissen in einem besonders schweren Fall (§ 95 Abs. 1, Abs. 3, § 93 StGB) ist der Vorwurf und Haftgrund gegen den BND-Beamten und ehemaligen Bundeswehr-Offizier Anton K. und gegen Murat A. wegen des dringenden Verdachts des Auskundschaftens von Staatsgeheimnissen (§ 96 Abs. 2, § 93 StGB). Diese Vorwürfe im Tatzeitraum 2007 und 2008 stehen nach Ermittlungen der Bundesanwaltschaft durch das  Bundeskriminalamt mit der Spionageabwehr des BND im Raum. anton-k2Nach dem Mai 2008 hat Anton K. (Bild rechts, ©) plötzlich das Land verlassen, ebenfalls Murat A. Anton wurde nach einiger Zeit ersetzt von Christian W., der nach dem letzten anhaltenden Waterloo des BND ab November 2008 ebenfalls mit seinem BND-Mitarbeiter des Mittleren Dienstes einige Monate von der Bildfläche verschwand. Von einem jüngst sichergestellten USB-Stick mit vetraulichem Material ist die Rede. Von der Weitergabe geheimer Informationen an den Sprachmittler obwohl Anton gewusst haben soll, dass dieser Verbindungen zur OK-Strukturen haben soll oder sogar einem anderen Nachrichtendienst zuarbeitete. Die Geheim-Informationen, die Anton dem Murat gegeben haben soll, können eigentlich nur solche sein, die Anton und Murat selbst herausgefunden haben durch ihre Verbindungen zur OK. Die geheimen Berichte in den Lagebeurteilungen der Dienste und von KFOR, die aus den Tickern und Zeitungen abschreiben sind regelmäßig wertlos, für die wirklichen Erkenntnisse war nämlich Anton selbst der Garant, ob Zigaretten- und Alkohol-Schmuggel, Menschen- und Organhandel, Terrorismus, Drogen- und Waffengeschäfte oder Geldwäsche.

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Die gezielte Weitergabe und das Ausspielen von und mit Informationen und Desinformationen gehört zum täglich Brot im Kosovo, hinzu kam die Sprachbarriere fürAnton, die das tägliche Mitwirken von Murat nicht nur in den deutschen Behördendienstkernzeiten von 08:30 bis 16:00 Uhr erforderte. Die vielen offenen Geheimnisse, die Korruption in allen lokalen Behörden und manchen Partner-Diensten und das Doppel- und Dreifach-Spiel der eigentlich befreundeten Nachrichtendienste, lassen alle Grenzen verschwimmen. Was also am Ende übrig bleibt außer einem Flurschaden für den BND und das Ansehen Deutschlands und was für eine Verurteilung im Sinne der vorgeworfenen Straftaten ausreichend sein wird, kann getrost abgewartet werden. Der Haftbefehl wurde auch dadurch begründet, dass Verdunklungsgefahr besteht und die Höhe der zu erwartenden Strafe die Fluchtgefahr erhöht, was ja alles stimmen mag, theoretisch zumindest. Tatgenossen-Trennung wurde angeordnet.

Der heimliche Gefährte, im Jahr 1989 hatte es an der Deutschen Botschaft Washington den Fall eines gleichgeschlechtlich orientierten BND-Mitarbeiters gegeben, der in einem Homosexuellen-Hotel in USA von der Polizei festgenommen wurde. Der damalige BND-Präsident Hans-Georg Wieck und der Deutsche Bundestag beschäftigten sich im Zusammenhang mit “rosa Listen” mit dem Fall (hier die informative Anfrage der Fraktion DIE GRÜNEN, (Bundestagsdrucksache 11/4495)

Marionetten sind im Kosovo-Theater mittlerweile nahzu alle Akteure der schattigen Geheimdienstwelt und in den dunklen Abgründen der Organisierten Kriminalität, ob ein Counter Act stattfand, ein Zusammenhang mit der Verhaftung der drei BND-Agenten im November besteht oder gar mit dem Umfeld der wirklichen Attentäter auf das ICO/EULEX-Dienstgebäude der Europäischen Union in Pristina, sich die Serben und Russen, die Amerikaner und Briten, Italienier, Franzosen, Schweizer oder Skandinavier, die Albaner, Mazedonier oder kosovarische OK-Akteure über den gelungenen Coup gegen den BND freuen, wird kein Generalbundesanwalt-Warmduscher heraus finden, der schon nach Personenschutz und gepanzerter Limousine ruft, wenn er nur eine alte ungelöste Akte der Roten Armee Fraktion (RAF) aus dem Keller holen lässt. Man wird schon den Anton aus dem Gefängnis lassen müssen, der könnte den Fall lösen, zur Not auch mit einem Doppel-Spitzel im Dienste einer fremden oder kriminellen Macht im Kosovo. Denn im Westbalkan hat alles doppelten Boden und verschiedene Wahrheiten, deutsche und internationale Regierungsvertreter und Politiker verhandeln mit Kriegsverbrechern und OK-Größen, deren Überführung nicht möglich war, weil alle Zeugen eines unnatürlichen Todes starben und Leute wie Anton zwischen die Fronten gerieten. Die multinationale UN und die mächtige EU versagten im Nachkriegs-Kosovo und drei Schritt vor bedeutet dort immer noch, zwei zurück.

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Der Anton K., sollte er sich im Sinne des Gesetzes schuldig gemacht haben, ist höchstens mit einer Bewährungsstrafe aufgrund eines minderschweren Falls und wegen verminderter Schuldfähigkeit mild zu bestrafen oder besser frei zu sprechen von den Vorwürfen, seine langjährige Dienstzeit im Kosovo war im übrigen bereits eine Freiheitsstrafe. Der Dienstherr BND braucht stets erstaunlich lange, um seiner Fürsorgepflicht und Dienstaufsicht nachzukommen, 3 Agenten kommen ungerechtfertigt in Haft und müssen in der Mehrmannzelle abwarten bis das BND-Lagezenztrum den Dienstbetrieb aufnimmt und das Kanzleramt sich bequemt den Hörer abzunehmen, und als dann freigelassen wird, kommt ein Botschafts-Auto vorgefahren, in das sich die Männer flüchtig reinquetschen müssen. So macht Europas größtes Land und kräftigster Geldgeber auf dem Balkan Machtpolitik, das sind die Zeichen einer schwächlichen Regierung, deren Nachrichtendienst und Streitkräfte man an der Nase im Ring herum führen kann. Der BND-Resident Anton K. wurde über Jahre im widrigen Kosovo unter extrem erschwerten Bedingungen eingesetzt, weil kein anderer Volljuristen-Vollkasko-Beamter des höheren Dienstes des BND den schmutzigen Krieg auf dem Balkan führen wollte und bis heute nicht kann. Anton wird darüber hinaus noch von der späteren Bundeskanzlerin enttarnt und nicht etwa abgezogen und ersetzt oder nach Jamaika versetzt. Möglicherweise hat der gegnerische Dienst sich den deutschen offiziellen Agenten als weiches Ziel vorgenommen, den Herrn Murat A. auf ihn angesetzt und die von dem Umfeld bemerkte mit jeden Kosovo-Dienstmonat zunehmend labilere Persönlichkeitsstruktur von Anton K. in subtiler Methode “angefixt” und ausgenutzt. So funktioniert der schmutzige Nachrichtendienst-Krieg mittels Druck, Sucht, Vertrauensmißbrauch und Abhängigkeit. Nur die Zentrale des BND bemerkt nichts und funktioniert nicht, schützt seinen Mann nicht bezeiten und lässt zu, dass er am Ende ganz rechtsstaatlich in die bundesunmittelbare Untersuchungshaft wandert. “Sachzwänge”, “erdrückende Beweislast”, “stichhaltige Aussagen”, “Juristisches Verfahren”, “Exempel statuieren” und sonstiges Bürokraten-Gebaren bestimmen den Fortgang. Feige Formeln eben, anstatt einen funktionsfähigen, dem Gefahren- und Bedrohungs-Potential adäquaten personalstarken Nachrichtendienst vor Ort zu installieren und sich um “unseren Mann aus Pulllach” in der Line of Fire zu kümmern und ihn zu bewahren vor sich selbst und zu schützen vor den Gegnern aus dem Dunkeln im bedauerlicherweise größten OK-Nest der westlichen Hemisphäre.

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(Bilderquelle, Copyright ©, Kartenquelle: Dirk Hamel, Soldatenglück.de)



Bild des Tages – Zahlmeister bei KFOR

Montag, 23. März 2009

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No money – no mission!

“The contingent paymaster is not very well known to most KFOR troops. But if you have no money – you will have no mission,” says Swedish contingent paymaster Captain (OF-2) Jörgen Lingh.
“To ensure operating capability you need to be able to supply your contingent with all the necessaries. So the paymaster is as important as any part of the chain for the troops to be able to do their job,” he continues.

Paymasters and staff from 18 KFOR-nations gathered at the Swedish camp, Camp Victoria for what is known as the “Paymaster meeting”.
This is a KFOR-wide meeting where paymasters from all the different countries meet to exchange invoices, settle accounts and exchange information. The largest bills for most contingents pertain to food stuffs and diesel. In KFOR there is also a complex method of cost sharing. STORY

(Bildquelle: NATO.KFOR.int)

1.) BND-Resident an Deutscher Botschaft Pristina/Kosovo und ein offizieller Mitarbeiter wegen Spionage-Verdacht inhaftiert, Hintergründe – Dame, König, As, Spion

Sonntag, 22. März 2009

Der Spion, der die Kälte nicht ertragen konnte
und den der Dienstherr erfrieren ließ

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1. Teil der Reportage: “Ein guter Soldat”, “Der Spion, der aus der Kälte kam”, “Dame, König, As, Spion”, “Eine Art Held”, “Absolute Freunde” und “Der heimliche Gefährte” sowie zuletzt “Marionetten” – John le Carre (Bild links) bw-john-le-carrehat mit seinen Erfolgs- und Bestseller-Titeln zum Fall des Bundesnachrichtendienst-Agenten Anton K. (Bild oben ©) eigentlich schon alles gesagt. Le Carre war selbst in den 60er Jahren Agent des Britischen Auslandsgeheimdienstes Secret Intelligence Service (SIS), nachdem er seinen Wehrdienst beim Nachrichtendienst in Wien abgeleistet hatte, trat er 1959 in den Auswärtigen Dienst  seines Landes ein und war von 1960 an drei Jahre lang Zweiter Sekretär an der Britischen Botschaft in Bonn. Dann war er kurze Zeit britischer Vizekonsul in Hamburg, bevor er den Diplomatischen Dienst quittierte um gänzlich Schriftsteller zu werden, heute gilt er als Meister der Spionagegeschichten mit bisher 22 veröffentlichetn Romanen, von denen zahlreiche verfilmt wurden.

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Beim derzeit inhaftierten Agenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) Anton K. (42) war das nicht ganz so very british und am Ende auch kein Roman, dafür eher typisch deutsch und kalte Realität, Nicht Wien, Bonn und Hamburg waren die Einsatzgebiete, sondern Albanien, Mazedonien und der Kosovo als BND-Resident an der Deutschen Botschaft Pristina (Bild oben ©). Um es vorweg zu nehmen, Hauptmann Anton K. war ein guter Kamerad, daran ändert auch ein Haftbefehl des Generalbundesanwaltes (GBA) beim Bundesgerichtshof (BGH) auf rosa Papier nichts.

Ein guter Soldat war Anton Robert K. auch, nach 12 Jahren Dienstzeit als Soldat auf Zeit (SaZ 12) verließ der aus Süddeutschland (AA) stammende Ehemann und Vater von mehreren Kindern mit dem Dienstgrad Hauptmann bw-hauptmann-infanteriedie Bundeswehr, zuletzt hat er als Offizier des Heeres, der wie so oft mitsamt Familie mehrfach von Standort zu Standort versetzt wurde, in Hammelburg an der Infanterieschule bei der Truppe Dienst getan, bevor er in den letzten Bundeswehr-Dienstjahren zum Amt für Militärkunde (AMK) im Dienstbereich des Bundesnachrichtendienstes (BND) versetzt und vom Dienstherrn mit Militärischen Nachichtenwesen beschäftigt wurde. Dabei zeichnete der Hauptmann K. sich aus und sein weiterer Weg sich ab. Nach Ableistung der 12 Jahre Verpflichtungszeit bei der Bundeswehr wechselte er zum Bundesnachrichtendienst über, der ihn haben wollte, und tat das, was er nachweislich am besten konnte, Aufklärung und Nachrichtenwesen – Spionage, wie es in Romanen heißt.

Der Spion, der aus der Kälte kam. Als Bundeswehr-Offizier des AMK (Wappen rechts) hat Antonbw-amk hat sich in Flecktarn-Uniform mit seinem Team-Kameraden, einem Feldwebel-Dienstgrad, vom KFOR HQ Pristina (German National Intelligence Cell, GENIC) u.a. mit HUMINT-Aufgaben (Human Intelligence) befasst mit dem WOLF auf den Weg gemacht, um den Kosovo und seine Organisierte Kriminalitäts-Ströme seine Nachbarregionen Albanien und Mazedonien Kosovo zu durchleuchten. Vom gefährlichsten Gebirgs-Schmugglerpfad in den Grenzregionen bis zur finstersten Ganoven-Spelunke war ihm kein Weg zu steil und kein Ort zu dunkel . Tausende von Gesprächen, Ermittlungen vor Ort, Querverweisen, Hintergrundrecherchen machten Hauptmann Anton K. zu einem gefragten Experten und Kenner der OK-Strukturen für den Diensteherrn Bundesrepublik Deutschland, der lokale parteipolitische Abhängigkeiten und Zusammenhänge mit den Personen dahinter sowie religiöse Strömungen und Clanverbindungen des Westlichen Balkan aufzeigte und in seiner regionalen Zuständigkeit durchdrang und in in diese eindrang.
In der gleichen Zeitphase waren im März 2004 die Kosovo-Unruhen, bei denen Tausende von Kosovo-Albanern an verschiedenen Stellen des Kosovo aus dem Dunkeln und dennoch gut organisiert die ethnische Minderheit Kosovo-Seben angriffen und deren Häuser und religiösen Stätten in Brand setzten. Die Kosovo Force (KFOR) unter Befehl des deutschen COM KFOR Generalleutnant Holger Kammerhoff schnitt schlecht ab, Defensive bis zur Feigheit vor dem Mob waren die befohlene Strategie des Einigels der zigtausend NATO-Soldaten in den Feldlagern. Als dann viel zu spät KFOR-Soldaten und deutsche DINGO´s auf den Straßen und Plätzen Präsenz zeigten, waren der Spuk vorbei und die Klöster niedergebrannt und die menschlichen Opfer tot. Das Versagen lag neben der zaudernden Zurückhaltung der von Deutschland gestellten militärischen Führung auch an einer bis dahin ausgedünnten und vernachlässigten Nachrichtendienstlichen Informationsgewinnung. Als eine folgerichtige Konsequenz daraus wurde die deutsche Aufklärungsarbeit des AMK und BND in Pristina und Prizren seitdem auf ein besseres Fundament gestellt. Im Zuge dessen wurde am damaligen Deutschen Verbindungsbüro Kosovo, heute nach der Unabhängigkeitserklärung Kosovo am 17. Februar 2008, Deutsche Botschaft Kosovo, längst überfällig eine neue Bundesnachrichtendienst-Residentur aufgebaut. Eine Nachrichtengewinnung als Resident mit Diplomatenpass in zivil begann für Anton K. , neue Quellen wurden angeworben, Operationen mit befreundeten Nachrichtendiensten liefen weiter und ander neu an, Analysen und Berichte fanden den chiffrierten Weg in die BND-Zentrale in die Abteilung Auswertung bis ins Bundeskanzleramt in die Lage, ein besonders prägnanter Bericht, ein BND-Dossier über die OK-Verstrickung der kosovarischen politischen Spitze fand sogar den Weg in die Öffentlichkeit.

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Im Juni 2007 wurde das Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr (ZNBw) in Grafschaft/Gelsdorf bei Bonn aufgelöst, etwa 280 militärische Dienstposten gingen an den Bundesnachrichtendienst, wo sich die Zahl der Soldaten damit um rund 50 % Prozent erhöhte, die besondere Liegenschaft mit Hightech-Bunker und Lagezentrum in Gelsdorf und den Bw-Aufgabenteil übernahm das Kommando Strategische Aufklärung (KdoStratAufkl). Ein Umbruch war im Gange, der eine Umstrukturierung des deutschen Auslandsnachrichtendienstes folgte. Die 860 militärischen Planstellen beim BND mt über 6.000 Bediensteten werden weiterhin vom Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) personalbesetzt und haushalterisch bewirtschaftet, der militärische Anteil und Einfluss im zivilen Nachrichtendienst wird dadurch den Erfordernissen der nachrichtendienstlichen Aufklärung in den Einsatzländern der Bundeswehr gerechter, einer der Vizepräsidenten des BND ist üblicherweise ein Militär, derzeit Generalmajor Armin Hasenpusch.
In dieser Großwetterlage hatte Anton K. sein Gefechtlage in Europas letztem Nachkriegsland, was zu den ärmsten der Welt zählt, (Bild unten ©: Straßenszene in Pristina, Stadtbus mit KFOR-Force Protection PR),

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wo mehrere Nationen und Weltmächte ihre Interessen definieren, Vereinte Nationen und Europäische Union sich auf die Füße traten, hunderte NGO´s ihr Auskommen haben, die Organisierte Kriminalität alle Gesellschaftsschichten unterwandert hat, wo die 2,1 Millionen multiethnischen Kosovaren (88 % KOS-Albaner) auf einer Fläche von 10.887 qm und in 33 Municipalities ein internationales Laboratorium für Streitkräfte aus 34 Nationen mit rund 17.000 Soldaten, Geheimdiensten aller Colour, einfachen Kriminellen bis Interpol gesuchten Mörder, internationalen Polizisten, Balkan-Mafi-Größen mit Regierungsämtern, Agenten, Spionen und gekaufte Spitzeln bieten. “Anton gegen den Rest der Welt” und er war gut darin, ein As, viele operative Vorgänge von nachrichtendienstlich erheblichem Wert setzte Anton um, ob Zigaretten- und Alkohol-Schmuggel, Menschen- und Organhandel, Terrorismus, Drogen- und Waffengeschäfte oder Geldwäsche, doch der Job erzeugte 24 Stunden Adrenalin.

Eine Art Held, das Eintauchen in die Untiefen des Millieus und in die Parallelwelt des Nachkriegslandes Kosovo sowie Albaniens und Mazedoniens, um an Informationen, Verbindungen, Zugang und Akteure zu kommen, bedurfte immer wieder neuen herausragenden Mutes, das anstrengende Auftauchen Power-Energie. In der Szene wird geraucht, getrunken, ja gesoffen und gekokst, Bordelle, Bars, Restaurants, Kneipen-Hinterzimmer, ganze Landstriche inklusive der lokalen Behörden unter OK-Kontrolle sind das Spielfeld auf dem Balkan, die Spielregeln heißen, gib Du mir was, dann geb ich Dir was.

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Gesetze sind nichts wert, rechtsfreie Räume die Normalität und die letzte Instanz ist die AK47, erst in der Vorwoche wurde in einem Randbezirk Pristinas ein Kosovare tot aufgefunden, “abgeknipst” und abgelegt, niemand hat etwas gehört, keiner etwas gesehen. Anton hatte als Soldat die Haare militärisch kurz und trug Bart, nachdem er aus der Bundeswehr ausschied und Beamter des Bundesnachrichtendienstes wurde, war seine Tarnuniform Zivil, er ließ die Haare schulterlang wachsen, nahm den Bart ab und tat ganz unformell, man hätte meinen können, ein Animateur des Robinson Club im Dienste TUI´s ist unterwegs zum nächsten Touri-Event, mit heraushängendem Hemd, Sonnenbrille und Flip-Flop Badesandalen an den Füßen, lockerer Gang, gebräunter-sportlicher Body, immer einen Spruch auf den Lippen, jovial im Umgang mit jedem, doch dabei entging ihm nichts, das war sein Erfolgsrezept. Der Dienstherr war zufrieden trotz unkoventionellen Auftretens. Denn kein anderer der Karriere-BND´ler des höheren Dienstes wollte in den Kosovo, auch sein Nachfolger Christan W. ist ein altgedienter Oberamtsrat (A13g) auf seinem letzten Posten vor dem Ruhestand, Anton kannte die Region und zuhause in Deutschland wartete außer familiärer Probleme nichts auf ihn. Anton hatte aber verschiedene Probleme auch im Einsatzland, von denen sein Dienstherr wußte, er war im Kosovo eingesetzt als Bundeswehr-Soldat im KFOR-Einsatz mit seinem Namen Anton K., er und alle anderen durften aus rechtlichen Gründen nicht mt ziviler Tarnung oder unter Decknamen agieren, auf seinen neuen Posten als BND-Resident widerum konnte er nachdem er im Kosovo schon bekannt war, nicht mit einem völlig anderen Deck-Namen auftauchen, also Fortführung unter Klarnamen mit noch höherer psychischer Belastung. Das zweite Poblem Antons, er wurde bw-merkel-dr-angela1bereits im Sommer 2005 als BND-Resident an der Deutschen Botschaft Pristina geoutet. Als Dr. Angela Merkel (Bild rechts ©) noch im Mandat als CDU/CSU-Bundestagsfraktions-Vorsitzende und designierte Kanzler-Kandidatin im Juli 2005 im Vorwahlkampf einen Schnelldurchlauf-Truppenbesuch mit vielen Pressebildern für die Heimat-Wählerstimmen arrangieren liess und die Soldaten in Prizren als Statisten nutzte, begrüßte sie beim zweiten Programmteil in Pristina die für sie zusammen gekommenen Deutschen inklusive zivilem Personal bei den verschiedenen Internationalen Organisationen im Kosovo leutselig und den anwesenden Mitarbeiter des Deutschen Verbindungsbüros Kosovo (heute Deutsche Botschaft Pristina), der BND-Resident Anton K. vor “versammelter Mannschaft” öffentlich und sinngemäß mit den Worten: “Und Sie sind also unser Mann aus Pullach” – der, den Generalbundesanwältin Monika Harms am 17. März 2009 verhaften ließ. Soldatenglück.de berichtet darüber. In Pristina und darüber hinaus sprach sich der wahre Auftrag von Anton K. im Kosovo schnell herum, er war Agent des Bundesnachrichtendienstes und Resident am Deutschen Verbindungsbüro Kosovo, heute Deutsche Botschaft Pristina.

Reportage-Fortsetzung zum BND-Spionagefall im Kosovo mit den Kapiteln “Absolute Freunde”, “Der heimliche Gefährte” und “Marionetten” folgt

(Bilderquelle: Copyright ©, Dirk Hamel, Soldatenglüeck.de;
Grafiken: Bundeswehr.de;
Bildquelle: John le Carre.com)

Bilder des Tages – Kronprinzessin auf Patrouille

Sonntag, 22. März 2009

Kronprinzessin Mary dient Dänemark als Leutnant

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Prinzessin Mary, Ehefrau von Prinz Frederik, der Thronfolger des dänischen Königshauses ist Leutnant der Dänischen Heimwehr (58.000), einer Teilstreitkraft der Dänischen Streitkräfte (25.000 aktive Soldaten plus 12.000 Reservisten), die zum Beispiel auch in Afghanistan eingesetzt wird . Die gebürtige bw-kronpinzessen-ltAustralierin sagt: “Es hat immer ein enges Band zwischen Militär und Köngishaus gegeben.” Bereits am 19. Februar 2009 wurde Prinzessin Mary zum Leutnant in der “Heeres-Heimwehr” ernannt (Bild rechts). Ihre Grundausbildung leistete sie ohne königliche Privilegien als gleiche unter gleichen Kameraden mit scharfem Schuß (Bild unten), Marsch, Geländeübungen und Biwak. “Die erste Nacht in Feldausrüstung in einem Biwak werde ich nicht so bald vergessen”, sagt Prinzessin Mary danach. Kronprinzessin Mary ist zweifache Mutter, von der kleinen Königskindern, Prinzessin Isabella und Prinz Christian, auch Marys Schwiegermutter, Königin Margrethe II. von Dänemark, hat in ihrer Jugend eine “Heimwehr”-Offiziersausbildung absolviert.

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Ihre Königliche Hoheit Kronprinzessin Mary (37), Gemahlin des dänischen Thronfolgers Kronprinz Frederik (40) mit Familie (Bild unten), mit ihrer Mutter Susan Elizabeth Donaldson, ihrem Vater Professor John Dalgleish Donaldson, der Regentin Margrethe II. von Dänemark und Henrik Hans Königliche Hoheit Prinzgemahl und ihrer Tochter, der frisch geborenen Prinzessin Isabelle und ihrem Sohn Prinz Christian.

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Im Jahr 2000 kam es zu einem bedeutungsvollen Ereignis im Leben des dänischen Kronprinzen Frederik. Während eines Besuches in Sydney anlässlich der Olympischen Spiele begegnet er Mary Elizabeth Donaldson.

Kronprinzessin Mary, am 5. Februar 1972 als Mary Elizabeth Donaldson und jüngste von vier Geschwistern geboren, bw-kronprinzessen-3wuchs in Tasmanien auf. Ihr Vater ist John Donaldson, Professor für Mathematik. Die Mutter, Henriette Donaldson, starb 1997, und John Donaldson ist jetzt mit der Kriminalroman-Schriftstellerin Susan Moody verheiratet.

Mary studierte am Hobart College und an der University of Tasmania, und schloss ihr Studium mit dem Bachelor-Grad in Jura und Wirtschaftswissenschaften ab. Sie war in mehreren Unternehmen tätig, u.a. im Immobilienkonzern Belle Property.

Die Bekanntschaft zwischen dem dänischen Kronprinzen und der attraktiven, stilvoll auftretenden und gut ausgebildeten Mary Donaldson entwickelte sich langsam, aber im Sommer 2002 zog Mary Donaldson nach Kopenhagen um, wo sie bei dem IT-Giganten Navision/Microsoft in Vedbæk als Projektberaterin angestellt wurde.

Dann schwirrten Gerüchte einer Verlobung, und 2003, drei Jahre nach ihrer ersten Begegnung, bw-kronprinzessen-gewehr-ueberwar es ganz sicher. Im Staatsrat gab die Königin ihre offizielle Zustimmung – und die der Regierung -, zur Eheschließung zwischen Kronprinz Frederik und Fräulein Mary Elizabeth Donaldson. Eine Allianz, die von den Dänen begeistert aufgenommen wurde.

Nach der Verlobung begann Mary Donaldson sich darauf vor, Dänin zu werden, u.a. mit einem Intensivkurs, um Dänisch zu lernen. Durch die Hochzeit am 14. Mai 2004 erhielt Kronprinzessin Mary die dänische Staatsangehörigkeit.

Die dänische Kronprinzessin zeigt sich als starke Frau. “Es war nicht so, dass ich sofort gewusst hätte, das ist der Mann für’s ganze Lebenn. – bw-kronprinzessen-stillgestandenDoch wir begannen zu reden und hörten nicht mehr auf.” So hat sie einmal das erste Treffen mit dem dänischen Kronprinzen Frederik am 16. September 2000 in einer Bar in Sydney geschildert. – Der Der Kronprinz hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er vor der Wahl seiner Gemahlin, der künftigen Königin von Dänemark, sich gründlich umsehen und überlegen wolle. Und er wollte dabei “sein Herz entscheiden lassen”.

Es dauerte lange, bis die Dänen erfuhren, dass Frederik eine Frau gefunden hatte, mit der es ihm ernst war. Da war Mary schon nach Paris gezogen, verbrachte aber, unerkannt, viel Zeit in Kopenhagen.

Die dänische Bevölkerung schloss die dunkelhaarige Australierin vom ersten Foto an ins Herz. Mary strömte eine Sympathiewelle entgegen, von der sie fast überwältigt wurde. Lange hielt sie Distanz. Ein freundliches, aber angespanntes Lächeln, ein kurzes Winken, ein paar Gemeinplätze, erst auf Englisch, später in Dänisch. Erst kurz vor der Hochzeit kehrte sie den Menschen Mary Donaldson hervor.

In einem Interview mit der dänischen Tageszeitung Politiken bekannte sie, bw-kronprinzessen-getarntdass sie sich ihr neues Leben als Kronprinzessin schwer vorstellen konnte: “Ich komme aus einer Durchschnittsfamilie, habe eine gute Ausbildung, bin stolz auf das, was ich bisher im Leben geleistet habe” – umriss sie ihre Startposition. “In erster Linie will ich Frederik eine starke Partnerin sein und eine starke Familie aufbauen.” Kronprinzessin Mary teilt mit ihrem Gemahl Frederik viele Interessen, auch an Sport, u.a. für das Segeln.

Sie hätte um die Beziehung zu Frederik gekämpft, wäre ihre erste Begegnung mit Dänemarks Königin Margrethe II., von deren Zustimmung die Ehe abhing, ungünstig verlaufen. Nötig war das nicht. Laut Medienberichten gefiel Margrethe die künftige Schwiegertochter.

Die Monarchie werde sich verändern müssen, H.K.H. Prinsesse Isabellas barnedÃ¥bdavon ist Kronprinzessin Mary überzeugt: “Wie jedes andere Unternehmen in einer von Wettbewerb geprägten Welt muss auch das Königtum eine Überlebens-strategie entwickeln.”

Nahezu alle dänischen Königinnen stammten aus dem Ausland, und die besten von ihnen hatten nicht nur großen Einfluss darauf, die Monarchie zu repräsentieren, sondern waren auch Kulturvermittler. Durch sie fanden neue internationale Strömungen den Weg nach Dänemark.

(Textauszüge: Dänisches Kulturinstitut.de;
Bilderquelle: Dänisches Königshaus.dk, weitere Bilder)

SPIEGEL ONLINE berichtet: LANDESVERRAT – BND-Agent verriet Geheimnisse an Übersetzer

Samstag, 21. März 2009

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“Ein weiterer gravierender Fall erhöht die Pannenstatistik des Bundesnachrichtendienstes (BND) im Kosovo. Am vergangenen Dienstag nahmen Ermittler des Bundeskriminalamts in der Nähe von Stuttgart den 42-jährigen Anton Robert K. fest, der bis 2008 als Resident des BND in Pristina tätig war. Auch sein ehemaliger Übersetzer Murat A., 28, wurde verhaftet. Hintergrund ist eine intime Beziehung zwischen den beiden Männern, die in einen Fall von Landesverrat gemündet sein soll.” zum vollständigen SPIEGEL-Artikel

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Soldatenglück.de berichtete bereits gestern über den Spionage-Fall am Deutschen Verbindungsbüro bzw. an der Deutschen Botschaft Pristina/Kosovo (Bild oben) mit dem Titel “Bundesnachrichtendienst im Kosovo – Waterloo-Pristina-Pullach-Karlsruhe (Video)”, nach vorliegenden Informationen wird am Montag bei FOCUS ebenfalls das Thema aufgegreifen, der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom schreibt am Artikel.

(Textauszug kursiv, Grafikquelle: SPIEGEL.de;
Bildquelle: Soldatenglück.de, Eingang der Deutschen Botschaft Pristina, Republik Kosovo)



LEOPARD 2 A5 PSO – Version: Peace Support Operations (Video)

Samstag, 21. März 2009

Eine der modernsten Varianten des Leopard 2 stellt der Leopard 2 PSO (Peace Support Operations) dar. Anfangs von KMW als eigenes Angebot für Einsätze im Ortskampf, sogenannte MOUT-Einsätze (Military Operations in Urban Terrain) entwickelt, wird der PSO seit dem Bekunden des Interesses durch die Bundeswehr in Zusammenarbeit mit der Panzertruppenschule erprobt und verbessert. Als Basis dient der Leopard 2 A5 mit zusätzlicher Rundumpanzerung und Minenschutz. Darüber hinaus verfügt diese Version über eine ferngesteuerte Waffenstation (z. B. für 12,7-mm-MG oder 40-mm-Granatmaschinenwaffe) mit Wärmebildgerät auf dem hinteren Turmdach und ein hydraulisches Räumschild, um Hindernisse und Barrikaden zu räumen. Um in allen Klimazonen, bei jeder Witterung und auch bei Nacht voll einsatzfähig zu sein, sind verbesserte Klimaanlagen (“Kampfraumkühlanlage”), eine stärkere Stromversorgung und ein 360-Grad-Kamerasystem zur Rundumsicht integriert – mit Infrarot und Restlichtverstärkung für Einsätze in der Nacht oder bei widrigen Wetterverhältnissen. Da der Panzer im Orts- und Häuserkampf eng mit der Infanterie zusammenarbeitet und diese bei ihren Aufgaben unterstützen soll, befindet sich eine von außen zugängliche Kommunikationsplattform am Panzer, um der Infanterie sowohl die Kommunikation mit der Panzerbesatzung als auch die Kommunikation der Soldaten untereinander zu ermöglichen.

Informationen zum LEOPARD vom Hersteller Krauss-Maffei Wegmann

SWP-Studie: Die EU, die Hamas und die Krise im israelisch-palästinensischen Friedensprozess

Samstag, 21. März 2009

Eine kritische Bilanz der europäischen Politik
und Empfehlungen für einen Neuanfang

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von Patrick Müller

Die EU und ihre Partner im Nahost-Quartett (USA, UN und Russland) stehen im israelisch-palästinensischen Konflikt vor großen Herausforderungen: Bei den israelischen Wahlen im Februar 2009 ist das rechte Lager gestärkt worden. Die Spaltung der Palästinenser zwischen dem von der Hamas kontrollierten Gaza-Streifen und der von der Fatah regierten West Bank dauert an. Im Gaza-Streifen leidet die Bevölkerung an den Folgen des Krieges. Unter den jetzigen Voraussetzungen kann der erforderliche Wiederaufbau nicht beginnen.

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Angesichts der wenig hoffnungsvollen Situation in der Region ist ein entschiedenes Engagement der internationalen Gemeinschaft in Nahost unabdingbar, um Fortschritte zu erzielen und eine erneute Gewalt-Eskalation zu verhindern. Dabei bietet der jüngste Regierungswechsel in Washington der EU die Möglichkeit, die Kooperation mit der US-Regierung zu intensivieren und die eigene Rolle im Konfliktmanagement auszubauen. Allerdings muss die EU ihren Kurs neu ausrichten, wenn sie konstruktiv zu einem erfolgreichen Neuanfang im Friedensprozess beitragen will.

Die vorliegende Studie zieht eine kritische Bilanz der EU-Politik im israelisch-palästinensischen Konflikt seit dem Sieg der Hamas bei den Parlamentswahlen im Januar 2006. Sie kommt zu dem Schluss, dass sich die EU vor allem in drei Bereichen engagieren sollte:

- Unterstützung eines neuen Machtteilungsarrangements zwischen Fatah und Hamas, um eine Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung und eine legitime palästinensische Führung zu ermöglichen
- Schaffung positiver Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau in Gaza und die Entwicklung der palästinensischen Wirtschaft
- Einstieg in einen Verhandlungsprozess unter Vermittlung der USA, der die Lehren aus vorangegangenen Friedensbemühungen berücksichtigt

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zur vollständigen SWP-Studie 2009/S 08, März 2009, 29 Seiten

(Textauszüge: SWP-Berlin.org, Grafikquelle: CIA.gov)

TV-Hinweis: UNTER DEN LINDEN “Vor dem Nato-Gipfel – Immer mehr deutsche Soldaten ins Ausland” mit Verteidigungsminister Franz-Josef Jung

Samstag, 21. März 2009

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UNTER DEN LINDEN, PHOENIX
Vor dem Nato-Gipfel – Immer mehr deutsche Soldaten ins Ausland”,
Sendetermin: Montag, 23. März 2009, 22.15 Uhr

Michael Hirz
diskutiert mit
Franz Josef Jung
, CDU, Bundesminister der Verteidigung
und
Jürgen Trittin, Bündnis 90 / Die Grünen, MdB, Stellv. Fraktionsvorsitzender

Deutsche Soldaten im Auslandseinsatz sind schon lange keine Seltenheit mehr. phoenix-logoOb im Kosovo, am Horn von Afrika oder in Afghanistan: Bei zahlreichen internationalen Einsätzen spielen deutsche Truppen inzwischen eine bedeutende Rolle. Die Bundeswehrsoldaten werden von den Verbündeten – und häufig auch der Bevölkerung vor Ort – geschätzt. Nicht nur deshalb sind sie gefragt, die Anforderungseinheiten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
Aber wie viele Auslandseinsätze kann Deutschland überhaupt personell und finanziell stemmen? Ist die Teilnahme an möglichst vielen Operationen sinnvoll? Oder sollte der Fokus eher auf Klasse statt auf Masse gelegt werden?

Wiederholungen: Montagnacht, 0.00 Uhr und Dienstag, 09.15 Uhr

(Bild-, Grafikquelle und Hintergrundinformationen: PHOENIX.de)

Marinetradition – Rote Nasen in tropischer Hitze

Samstag, 21. März 2009

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Äquator – Wenn sich die Nasenfarbe von Schiffen verändert, dann ist das kein Zeichen von Schnupfen, sondern gilt als Auszeichnung für das Schiff. Die farbig angemalte Schiffsnase – in der Marine wird von Pönen gesprochen – gibt Auskunft darüber, an welchen markanten Punkten auf der Welt das Schiff im Laufe des letzten Jahres bereits gewesen ist.

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Jüngster Offizier in der Pflicht

Die Fregatte “Sachsen”, das Flaggschiff des diesjährigen Einsatz- und Ausbildungsverbandes der Marine, hat im Hafen von Salvador eine rote Nase bekommen. In alter Marinetradition wurde nach der Überquerung des Äquators die graue Schiffsnase vom jüngsten Offizier an Bord in dunkelrot überstrichen. Jeder kann dann sehen, dass dieses Schiff im vergangenen Jahr über den Äquator gefahren ist. Der jüngste Offizier der Fregatte “Sachsen” ist Oberleutnant zur See Michael Gräßel. Der 25-jährige Fernmeldeoffizier durfte auf einem Bootsmannsstuhl sitzend den Pinsel schwingen. Nach vollbrachter Arbeit gab es für den studierten Betriebswirt noch eine Abkühlung, beim dippen ins Hafenbecken – soweit bei 30 Grad Wassertemperatur davon gesprochen werden kann. “Es war etwas Besonderes, die Nase der Sachsen rot pönen zu dürfen, zumal es die erste Äquatorüberquerung des Schiffes seit Indienststellung war”, so Gräßel.

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Bald kommt zur Hälfte blaue Nase hinzu

Neben einer roten Schiffsnase gibt es auch noch die blaue oder gelbe Nase. Gelb steht für die Durchfahrt durch den Suez-Kanal und das Blau weist darauf hin, dass das Schiff über den Polarkreis gefahren ist. Beim Einlaufen der drei Schiffe des Einsatz- und Ausbildungsverbandes in ihre deutschen Heimathäfen werden die Schiffsnasen nicht mehr nur rot, sondern zur Hälfte in blau gestrichen sein. Während seiner noch drei Monate dauernden Ausbildungsreise ist für den Verband auch die Überquerung des Polarkreises geplant. Sollte es die Eislage nördlich Islands zulassen, warten auf Gräßel wieder der Bootsmannsstuhl und der Farbeimer, diesmal mit blauer Farbe.

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Hintergründe zum Einsatz- und Ausbildungsverband

Der EAV dient der Ausbildung der Offiziersanwärter der Deutschen Marine. Sie sollen auf den Schiffen alle Abschnitte eines Marineschiffs kennenlernen. Die Männer und Frauen werden von erfahrenen Offizieren und Unteroffizieren angeleitet, um umfassende Einblicke in die sogenannten Hauptabschnitte Nautik, Schiffstechnik und Operation zu erhalten. Der Gefechtsdienst an Bord bildet einen Schwerpunkt der Ausbildung, darunter fällt auch die Schiffssicherung. Diese beinhaltet die Bekämpfung von Wassereinbrüchen und Feuer an Bord. Auch umfangreiche Rettungsmanöver wie zum Beispiel “Mann über Bord” kommen nicht zu kurz. Der Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) ist – wie der Name sagt – nicht nur für die Ausbildung der Offiziersanwärter da, sondern auch ein Einsatzverband. Er kann bei Bedarf jederzeit zu einem militärischen Einsatz oder zu Manövern abgerufen werden. Zum diesjährigen EAV gehören die Fregatten “Sachsen” und “Lübeck” sowie der Einsatzgruppenversorger “Frankfurt am Main”. Rund 600 Marineangehörige – darunter 72 Offiziersanwärter – befinden sich zurzeit auf dem Weg nach Willemstad auf der Insel Curacao. Am 13. Juni werden die Schiffe in ihren Heimathäfen Wilhelmshaven und Kiel zurückerwartet.

(Textquelle: Lars Christian Hoffmann, PIZ Marine;
Bilderquelle: Ann-Kathrin Fischer, PIZ Marine;
Marine.de)

Hamburger ist Schiffsarzt auf der Fregatte “Sachsen” und damit “Botschafter in weiß”

Samstag, 21. März 2009

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Südwestatlantik – Die Schiffsärzte der Deutschen Marine sind Spezialisten. Egal ob eine kleine Platzwunde, gebrochene Knochen oder eine schwere Grippe – sie können den Patienten meist direkt an Bord der Schiffe helfen. Und das auch bei stürmischer See. Einer von gegenwärtig 28 Schiffsärzten der Marine ist Oberstabsarzt Dr. Ralf Wieking. Der 37-jährige Hamburger fährt zurzeit auf der Fregatte “Sachsen” mit dem Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) in südamerikanischen Gewässern.

Eng an den Patienten dran

Solche Fahrten machen das Besondere seines Dienstes aus. Seit seiner Einstellung im Jahre 1992 ist er mittlerweile rund 80.000 Seemeilen gefahren – das entspricht etwa vier Erdumrundungen. Wieking fährt als Arzt mit seinen potentiellen Patienten gemeinsam zur See, lebt mit ihnen rund um die Uhr an Bord und kennt ihren Arbeitsalltag ganz genau. Deshalb merkt Wieking oft schon früh, wenn einem Soldaten “irgendwo der Schuh drückt”. Er sagt: ,”Wir Schiffsärzte sind so eng an den Patienten dran, wie kein anderer Arzt.” Dabei ist ein Schiffsarzt allein auf seine Erfahrungen angewiesen. Wo andere Ärzte eine Überweisung schreiben, ist der Schiffsarzt auf sich allein gestellt und muss die richtige Diagnose stellen. Jede Fehleinschätzung kann für die Patienten fatale Folgen haben. Das setzt ein umfangreiches Fachwissen voraus – erfordert eine spezielle Ausbildung. Wer Schiffsarzt werden will, muss sich zunächst als Offizier für 17 Jahre bei der Bundeswehr verpflichten. Nach der Offiziersausbildung und dem regulären Medizinstudium an einer zivilen Universität folgt der sogenannte Erste Klinische Abschnitt. Das beinhaltet zwei Jahre klinische Ausbildung. Darin ist die Fachkunde für Rettungsmedizin und Röntgen enthalten. Danach muss der angehende Sanitätsoffizier noch die Lehrgänge zum Taucherarzt, Fliegerarzt und Schiffsarzt bestehen. Erst dann darf er als ausgebildeter Schiffsarzt an Bord.

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Teil eines Räderwerks

Dort ist das Schiffslazarett ähnlich wie eine Notaufnahme in einem kleinen Kreiskrankenhaus ausgestattet. ,”Wir haben Röntgenmöglichkeiten, einen Schockraum und verfügen über Anästhesiemöglichkeiten. Außerdem stehen uns sämtliche kleineren Laborgeräte zur Verfügung”, sagt der Oberstabsarzt. Aber in der Regel seien kleinere Blessuren wie Platz- oder Schnittwunden, Erkältungen, Sonnenbrand oder die von Seeleuten gefürchtete Seekrankheit zu behandeln. “Viele ausländische Nationen beneiden uns um die medizinische Ausstattung. Mittlerweile orientieren sich andere Länder an unserem Standard”, so Wieking. Und was ist, wenn der Schiffsarzt mal selbst krank wird? “Ich muss mich auf meine Leute im Schiffslazarett verlassen können. Deshalb ist das für mich eine gute Motivation, sie ordentlich auszubilden”, sagt Wieking lächelnd. Genau das ist typisch fürs Bordleben: Teamarbeit. Jeder ist Teil eines ganzen Räderwerks. “Das, was ich hier mache, ist für das ganze Schiff genauso wichtig wie der Smut der die Suppe kocht, oder der Heizer, der in der Lage ist, den Motor wieder zu reparieren. Jeder hat hier seine spezielle Aufgabe, und jeder ist hier irgendwie auch unersetzlich.”

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In Nebenfunktion Chorleiter

Doch ein Schiffsarzt kann sich während einer langen Seefahrt auch um andere Dinge kümmern und sich im Sinne der Bordgemeinschaft nützlich machen. So ist Wieking in Nebenfunktion Betreuungsoffizier. Der Hanseat organisiert zum Beispiel Betreuungsfahrten oder Sportveranstaltungen. Außerdem ist er Leiter des Bordchores. Dank seiner Initiative tragen die Männer und Frauen deutsches Liedgut – vor allem Seemannslieder – in die Welt. Marinesoldaten sind auf ihren Reisen immer auch Botschafter in weiß. Auch diese Funktion unterscheidet den Schiffsarzt von anderen Medizinern.

Hintergründe zum Einsatz- und Ausbildungsverband

Der EAV dient der Ausbildung der Offiziersanwärter der Deutschen Marine. Sie sollen auf den Schiffen alle Abschnitte eines Marineschiffs kennenlernen. Die Männer und Frauen werden von erfahrenen Offizieren und Unteroffizieren angeleitet, um umfassende Einblicke in die sogenannten Hauptabschnitte Nautik, Schiffstechnik und Operation zu erhalten. Der Gefechtsdienst an Bord bildet einen Schwerpunkt der Ausbildung, darunter fällt auch die Schiffssicherung. Diese beinhaltet die Bekämpfung von Wassereinbrüchen und Feuer an Bord. Auch umfangreiche Rettungsmanöver wie zum Beispiel “Mann über Bord” kommen nicht zu kurz. Der Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) ist – wie der Name sagt – nicht nur für die Ausbildung der Offiziersanwärter da, sondern auch ein Einsatzverband. Er kann bei Bedarf jederzeit zu einem militärischen Einsatz oder zu Manövern abgerufen werden. Zum diesjährigen EAV gehören die Fregatten “Sachsen” und “Lübeck” sowie der Einsatzgruppenversorger “Frankfurt am Main”. Rund 600 Marineangehörige – darunter 72 Offiziersanwärter – befinden sich zurzeit auf dem Weg nach Willemstad auf der Insel Curacao. Am 13. Juni werden die Schiffe in ihren Heimathäfen Wilhelmshaven und Kiel zurückerwartet.

(Textquelle: Ann-Kathrin Fischer und Florian Mitschka, PIZ Marine;
Bilderquelle: Ann-Kathrin Fischer, PIZ Marine;
Marine.de)