Archiv für März, 2009

“International Conference on Afghanistan” in Den Haag

Dienstag, 31. März 2009

USA streichen die Formulierung: “Krieg gegen Terror”

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v.l.n.r.: Schwarzenberg (CZ) Ban Ki-moon (UN), Steinmeier (D), Clinton (USA).

Im niederländischen Den Haag sind Vertreter aus mehr als 70 Staaten und die Spitzen von Internationalen Organisationen mit 83 Delegationen zu Beratungen und einem breiten Dialog über die Lage in Afghanistan zusammengekommen, darunter auch bw-afgh-conference2und mit am Tisch die in der Vergangenheit geächtete Islamische Republik Iran, deren Vertreter sich moderat zeigten. Die Initiative ging von den Niederlanden aus, Außenminister Maxime Verhagen ist der Gastgeber, den Konferenzvorsitz haben die UN, die Niederlande und Afghanistan. Bei der “International Conference on Afghanistan – a Comprehensive Strategy in a Regional Context” wird auch die neue Militärstrategie der Vereinigten Staaten für Afghanistan thematisiert, Soldatenglück.de berichtetet darüber. Die Konferenz dient der politischen Positionsbestimmung, besonderes Augenmerk gilt der regionalen Dimension der internationalen Afghanistan-Politik. US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton sagte auf dem Flug in die Niederlande, die Formulierung “Krieg gegen den Terror” werde nicht mehr benutzt. Der deutsche Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier oder der japanische Amtskollege Hirofumi Nakasone nahmen wie Karel Schwarzenberg als derzeitiger EU-Ratspräsidentschafts-Außenminister ebenfalls teil. Wie bereits bekannt wurde, stellen die Europäische Union und die USA dem Land Afghanistan zusätzlich mehrere hundert Millionen Euro zur Verfügung, allein Deutschland gibt 50 Millionen Euro für die Ausbildung und Ausrüstung afghanischer Sicherheitskräfte, auch Russland beteiligt sich am Wiederaufbau.

weitere Bilder der Konferenz:

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v. l.n.r.: Maxime Verhagen (NL), Ban Ki-moon UN), Hamid Karzai (AFG).

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Der afghanische Präsident Hamid Karzai (links) begrüßt
den iranischen Minister Mohammad Mehdi Akhondzadeh (rechts).

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Minister Verhagen welcomes Hillary Clinton.

Eine weitere Afghanistan-Konferenz nach Bonn (2001), London und zuletzt Paris im letzten Jahr ist die heutige International Conference on Afghanistan in Den Haag. Diesmal hat die niederländische Regierung die Initiative zur Konferenz gegeben und vorbereitet. Ziel ist eine solide udn langfristige Strategie der internationalen gemeinschaft zur Unterstützung der afghanischen Regierung beim Ermöglichen einer besseren Zukunft für das Land und dessen Bevölkerung. Neben den Außenministern der in Afghanistan engagierten Staaten und darüber hinaus sowie Irans und des UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und NATO-Generalsekretär Jaap Hoop de Scheffer sind natürlich auch der U.S. Special Representative to Afghanistan and Pakistan Richard Holbrooke und der Special Representative of the UN Secretary-General for Afghanistan Kai Eide und der afghanische Minister of Foreign Affairs Rangin Dadfar Spanta, der sich mit seinem Präsidenten in der Absicht zur Korruptionsbekämpfung entschlossener denn je zeigte, präsent in Den Haag. “Der Kampf gegen die Korruption ist der Kern unserer Bemühungen, die Verwaltung zu verbessern”, sagte Karzai.

zur Internetseite des Niederländischen Außenministeriums mit den Reden und Programminhalte, der Konferenz

Final Declaration

(Bilderquelle: Dutch Ministry of Foreign Affairs.nl, Fotos Cynthia Boll)



Mediendichte in Afghanistan (Video)

Dienstag, 31. März 2009

Der afghanische Jounalist Sayed Rohullah Yasir arbeit bei der Deutschen Welle (in Paschtunischer Sprache) und berichtet derzeit von der internationalen Afghanistan-Konferenz im niederländischen Den Haag. Sayed Rohullah Yasir berichtet in diesem Interview von Radio Nederland Wereldomroep von seiner Arbeit als Journalist und von der Mediendichte in Afghanistan, allein in Kabul arbeiten mehr als 100 Radiostationen und über 18 TV-Sender. Der afghanische Journalist gibt seine Einschätzung über die Erfolgsaussichten und den Nutzen der Vielzahl von politischen Konferenzen zum Thema Afghanistan angesichts der komplizierten Situation in seinem Heimatland ab.

Deutschlandfunk: Die Safran-Strategie – Wie die Niederlande den Opiumanbau in Afghanistan bekämpfen

Dienstag, 31. März 2009

Deutschlandradio berichtet heute:

Die Safran-Strategie -
Wie die Niederlande den Opiumanbau in Afghanistan bekämpfen

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Von Kerstin Schweighöfer
Seit August 2006 befinden sich rund 1800 niederländische Soldaten in Afghanistan. Wie es nach 2010 weitergeht, ist offen: Als Gastgeber der großen Afghanistankonferenz könnten die Niederländer nur schwer nein sagen, wenn die Amerikaner sie darum bitten, weiter präsent zu sein. Doch die Niederländer wollen noch mehr auf Wiederaufbau setzen und sehen im Safrananbau eine gute Existenzgrundlage für Teile der Bevölkerung.

zum vollständigen Artikel bei dradio.de

Mein Piraten-Speedboot fährt 210, schwupp die Polizei hat nichts gesehen (Video)

Dienstag, 31. März 2009

Neue Deutsche Welle vor Somalia:
” … ich geb Gas, ich geb Gas

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Was haben die von Deutschland in Gewahrsam genommenen somalischen Piraten zu erwarten?
Lecker Essen und Trinken auf der Fregatte RHEINLAND-PFALZ, Saumagen leider nicht, wegen Schweinefleisch-freier Moslem-Kost,
Blaumänner und Schuhwerk für alle,
eine gratis First Class Passage auf dem Oberdeck durch den Indischen Ozean nach Mombasa/Kenia,
einen mehrwöchiger Aufenthalt im kenianischen Gefängnis bei Vorzugsbehandlung mit regelmäßigen Besuch von EU-Kontrolleuren,
und dann: schaun mer mal, dann sehn wir schon.

Ich will Spaß, ich geb Gas, mein Piraten-Speedboot fährt 210, schwupp die Polizei hat nichts gesehen …

Mein Piraten-Speedboot fährt 210
schwupp die Polizei hat’s nicht gesehn
das macht Spaß ich geb Gas ich geb Gas
will nicht fischen nicht vernünftig sein
kommen nur fette Beute, gute Entführungs-Tanker rein
ich mach Spaß ich geb Gas ich geb Gas

Ich will Spaß ich will Spaß ich will Spaß ich will Spaß
ich geb Gas ich geb Gas ich will Spaß ich will Spaß

Ich schub’s die EU- und NATO-Marine aus dem Verkehr
ich jag die Yachten, Tanker und Handelschiffe vor mir her
ich mach Spaß ich mach Spaß ich mach Spaß
Entführungen bringen Millionen ein
scheißegal das wird so sein
ich will fahrn ich will fahrn ich will fahrn (weiter…)

Afghanistan Konferenz in Den Haag – New Deal for Afghanistan (Video)

Dienstag, 31. März 2009

De Afghanistan Konferenz in Den Haag hat begonnen.



NATO und EVA (Video)

Dienstag, 31. März 2009

Euronews berichtet: Soldaten trainieren in den französischen Alpen für Afghanistan doch es ist nicht die NATO, sondern die Europäische Verteidigungsagentur/European Defence Agency, EVA/EDA. Was ist der Unterschied? Diese Woche in Reporter: nach sechzig Jahren NATO wie klar sind die Grenzen?

Bild des Tages – show of international sea power

Dienstag, 31. März 2009

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Boxer Supports International Counterpiracy Effort in Gulf of Aden

From Commander, Combined Maritime Forces Public Affairs

USS BOXER, At Sea (NNS) — In a show of international sea power in the Gulf of Aden, seven nations representing three task forces coordinated efforts to pursue a skiff after the pirates on board opened fire on a German oiler, the Federal German Ship (FGS) Spessart, March 29.

At approximately 3 p.m. local, FGS Spessart, reported they were being attacked by pirates who may have mistaken the naval supply ship for a commercial merchant vessel. An embarked security team aboard the ship returned fire on the suspected pirates during the initial attack.

Subsequently, Spessart pursued the skiff while providing additional details of the attack to a variety of international naval vessels operating in the area. A number of naval ships and aircraft joined the pursuit, including the Dutch frigate HNLMS Zeven Provincien, an SH-60B helicopter assigned to the Spanish warship SPS Victoria, a Spanish P-3 maritime patrol aircraft, two Marine Corps helicopters from the Combined Task Force (CTF) 151 flagship USS Boxer (LHD 4) and the European Union’s CTF 465 flagship, the Greek frigate HS Psara. (weiter…)

SPESSART im Beuteschema der Piraten – EU NAVFOR und Combined Task Force 151 hielten gemeinsam dagegen

Montag, 30. März 2009

und wieder 7 (“asymmetrisch-doofe”) Piraten
in deutschem Gewahrsam

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Im Golf von Aden am Horn von Afrika haben Piraten den Betriebsstoff-versorger SPESSART A 1442 (Heimathafen Kiel) der RHÖN-Klasse gestern Nachmittag angegriffen. Die Piraten haben versucht, mit Schnellfeuergewehren und panzerbrechenden Waffen das Versorgungsschiff der Marine zu kapern. Der auf den ersten Blick unbewaffnete Betriebsstoffversorger sieht bis auf den grauen Anstrich aus wie ein Zivilschiff und passt in das Beuteschema der Piraten, die eben “asymmetrisch doof” sind und unwissend das Marineschiff beschossen.

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Allerdings waren Bundeswehrsoldaten (Mobile Protection Element)der Marineschutzkräfte (MSK) an Bord und schossen zurück. Die SPESSART versorgt mit einer 40-köpfigen zivilen Besatzung die deutschen Kriegsschiffe am Horn von Afrika insbesondere mit Treibstoff, das Schiff wird zum Schutz von Bundeswehrsoldaten der MSK begleitet. Der 14.000-Tonnen-Frachter ist Sonntagnachmittag 85 Seemeilen nördlich von Basasso angegriffen worden. Mit einem Schuss vor dem Bug schlugen die deutschen Marinesoldaten das Piraten-Speedboot in die Flucht. Die SPESSART funkte nach Unterstützung, ein Helikopter des nahen niederländischen Kriegschiffes HNLMS DE ZEVEN PROVINCIEN und die EU NAVFOR spanische Fregatte SPS VICTORIA und das US-amerikanische Flaggschiff der Combined Task Force 151 (CTF 151), die USS BOXER eilten zur Hilfe. Währenddessen hat das Operation ATALANTA Flaggschiff PSARA die Speedboot-Suche koordiniert und das Piraten-Speedboot aufgebracht.

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Nach einer Verfolgung des flüchtigen Piratenbootes durch EU NAVFOR- und CTF 151-Kräfte konnten 7 Seeräuber schließlich von einem griechisch-deutschen Boarding-Kommando gestellt werden (Bild oben/unten, das von Boarding-Soldaten gesicherte Piraten-Speeboot).

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Seit Montagmorgen befinden sie sich die Piraten auf der Fregatte RHEINLAND-PFALZ (Bild unten) in Gewahrsam.

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Damit nimmt die Deutsche Marine zum zweitenmal seit Beginn der Anti-Piraten-Mission EU NAVFOR Somalia “Atalanta” Seeräuber vor Somalia in Gewahrsam. Erst Anfang März waren neun Piraten von der Fregatte RHEINLAND-PFALZ in Gewahrsam genommen worden. Soldatenglück.de berichtete darüber. Die Piraten hatten am 03. März versucht, ein Schiff, das zwar einer deutschen Reederei gehört, aber mit ausländischem Personal unter fremder Flagge fuhr, zu kapern. Sie wurden von der Fregatte RHEINLAND-PFALZ am 10. März zur Strafverfolgung an in Mombasa/Kenia ausgeliefert. Das Bild unten zeigt die Waffen auf dem Piraten-Speedboot (Skiff) beim Angriff und Beschuss auf die SPESSART.

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(Bildquelle: Deutsche Marine.de, Maritime Security Centre – Horn of Africa (MSCHOA).eu)

Update zum Artikel: Weltweites Computer-Spionage-Netzwerk entdeckt

Montag, 30. März 2009

Weltweit werden Regierungscomputer ausspioniert

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Von kanadischen Forschern (Munk Centre of Internationale Studies, Bild unten) der Universität Toronto wurde ein Spionage-Computernetzwerk (GhostNet) von nie dagewesener Größe entdeckt. Im Visier der virtuellen Spionage sind die NATO,  internationale Botschaften, Außenministerien und die PC´s der Dalai Lama Administration.

Die Studien der Forscher vom Munk Centre für International Studies an der Universitity of Toronto CAN (zum wordlwide GhostNet) und vom Computer Laboratory der University of Cambridge UK (Technical Report zur Frage der tibetanischen Ausspähung) sind inzwischen öffentlich gemacht und können heruntergeladen werden.

Hier die Links:

Tracking GhostNet: Investigating a Cyber Espionage Network
This report documents the GhostNet – a suspected cyber espionage network of over 1,295 infected computers in 103 countries, 30% of which are high-value targets, including ministries of foreign affairs, embassies, international organizations, news media, and NGOs.

Technical Report: The snooping dragon: social-malware surveillance of the Tibetan movement

Grafikquelle: The New York Times.com)

Weiblicher US Lieutenant und Ausbilderin im Afghan National Army Regional Hospital Kandahar wurde ermordet (Video)

Montag, 30. März 2009

Sanitätsoffizier Lieutenant Florence Choe war Mutter und Ehefrau

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Kandahar/Afghanistan-San Diego/USA: A Navy medic, 35 year-old Lt. Florence Choe, was gunned down and killed during an attack in Afghanistan.

Her loving family is still in shock, but remembering a woman who was dedicated to serving her country. Choe was mother to Kristen, 3, and was married to Lt. Commander Chong “Jay” Choe. Last July, Choe volunteered to go to Afghanistan, where she worked as a mentor in an Afghan hospital. But Friday afternoon while out conducting physical training, she was shot to death by an insurgent posing as an Afghan National Army soldier who had slipped by U.S. security forces. One more servicemember was killed and another injured before the insurgent turned the gun on himself.

Lt. Choe’s family says that she was a true San Diegan. She was born at Naval Medical Center San Diego, graduated from Monte Vista High School and got her masters at San Diego State. Choe joined the Navy in 2002 and eventually returned to the Naval Medical Center, where she and her husband both worked. “She was respected and admired by everyone that knew her and certainly our condolences go out to the family,” said Naval Medical Center spokeswoman Sonja Hanson. “It’s a great loss.” Friends at the Center say a memorial is being planned in Lt. Choe’s honor.

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