Der neue Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist Stabsunteroffizier der Gebirgsjäger-Truppe

von Dirk ~ 11. Februar 2009. Zu lesen unter: Bund & more.

Von der Edelweiss-Kaserne in Mittenwald
ins Berliner Bundeswirtschaftsministerium

bw-gebjgbrig-23

Der neue Mann, der Michael Glos (CSU) ersetzt und sich in Zeiten der Krise als Wirtschaftsminister um das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mehr als kümmern soll, ist Dr. Karl-Theodor Freiherr zu lb-guttenberg-t-k-zuGuttenberg (CSU, 37, Bild rechts). Mittelstand, Wirtschaft und Technologie, Ausbildung und Beruf, Außenwirtschaft und Europa für Deutschland als wirtschaftlicher Global Player, größte Wirtschaftsmacht in Europa und Export-Nation sind die Querschnitts-Aufgaben, die kein durchschnittliches Abarbeiten dulden, sondern dringend politischer Spitzen-Führungsqualität Made in Germany oder Made in Bavaria/Frankonia bedürfen. Kann Karl-Theodor zu Guttenberg in der verbleibenden Zeit bis zur Bundestagswahl im September punkten für Deutschland, ein Goody Guttenberg? Er muss!
Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg (* 05.12.1971 in München) in Franken lebend hat viele Vornamen: Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester, er ist seit dem 10. Februar 2009 Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. Guttenberg ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kulmbach in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 60,0 Prozent der Erststimmen. Von November 2008 bis Februar 2009 war er Generalsekretär der CSU. Sein Großvater Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg war von 1967 bis 1969 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskanzleramt.
Seit Februar 2000 ist Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg mit Stephanie Gräfin von Bismarck-Schönhausen (Jg. 1976) verheiratet. Sie haben zwei gemeinsame Töchter. Die Vereidigung des Bundesminister vor dem Deutschen Bundestag durch den Bundestagspräsidenten findet morgen statt. Der 37-jährige ist der bisher jüngste Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland.

Nach dem Abitur 1991 in Rosenheim und vor seinem Studium der Rechts- und Politiwissenschaften leistete Karl-Theodor zu Guttenberg bw-gebjgbtl233-wappenseinen Wehrdienst in Mittenwald am Karwendelgebirge im Werdenfelser Land  in der Edelweiss-Kaserne bei dem Gebirgsjägerbataillon 233 (GebJgBtl 233, Wappen rechts) der Gebirgsjägerbrigade 23 (GebJgBrig 23, Wappen oben) in der 10. Panzerdivision des Deutsches Herees der Bundeswehr und schied als Unteroffizier (Uffz) der Reserve aus, zwischenzeitlich ist er Stabsunteroffizier (StUffz). Die Gebirgsjäger in Mittenwald ziehen Adelige offenbar an, Prinz Georg Friedrich von Preussen, Chef des Hauses der Hohenzollern und weitere namhafte Blaublüter, haben als Staatsbürger in Uniform ihre Bundeswehr-Dienstzeit in der Edelweiss-Kaserne  und in den Bergen drumherum absolviert. Der Prinz zu Preussen übt mittlerweile als Reserveoffiizier bei der 10. PzDiv. Wehrübungen kann der Stabsunteroffizier d.R. Freiherr zu Guttenberg Mandats-bedingt und mangels freier Zeit in jüngster Vergangenheit nicht mehr ableisten, der Kontakt zur Bundeswehr ist allerdings via Wahlkreis und im politischen Berlin nie abgebrochen. Im Auswärtigen Auschuss und im Verteidigungsauschuss war T.-K. zu Guttenberg als Bundestagsabgeordneter Stellvertretendes Mitglied, als Bundesminister wird nun noch weniger Zeit für die Bundeswehr bleiben, dafür treffen sich Karl-Theodor zu Guttenberg und Dr. Franz-Josef Jung, das Wirtschafts-Ressort regelmäßig mindestens bei den Kabinetts-Sitzungen mit dem Verteidigungs-Ressort – bis September vorest noch.

(Bildquelle: zu Guttenberg.de, Deutsches Heer.de)

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11 Kommentare zu Der neue Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist Stabsunteroffizier der Gebirgsjäger-Truppe

  1. Butte

    Schön zu wissen. Das würde ihn ja dann nach der Wahl für den Posten des Verteidigungsministers qualifizieren.

  2. Jäger

    Was denn nun? Stabsunteroffizier oder Unteroffizier d.R. (s. Homepage) – nicht das Soldatenglück hier ebenfalls einem “Wilhelm”-Scherz zum Opfer gefallen ist und die Quelle nicht überprüft wurde ;-)

  3. Dirk

    @Jäger – Das MdB-Büro im Berliner Bundestag hat gestern im Gespräch bestätigt, K.-T. zu Guttenberg ist als Uffz abgegangen und mittlerweile (WÜ) StUffz.

  4. Stuffz

    Es wäre spannend zu erfahren, wie sich unser (noch) derzeitiger Verteidigungsminister als Wehrsoldat benommen hat. Als W 15 Uffz. zu werden ist ja nicht selbstverständlich. Ich frage mich ohnehin, weshalb er nicht als ROA zum Bund ist. Wie hat er sich denn den Uffz. verdient, oder ist er ihm ob seiner Herkunft angetragen worden?
    Weshalb er angeblich als Bundesverteidigungsminister bei der Truppe so beliebt sein soll, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Nur weil er gerne nach Afghanistan fliegt, hätte mich als aktiven Zeitsoldat wenig gejuckt. Mir wäre es wichtiger gewesen, eine sehr gute, angepasste Ausbildung zu erhalten und gut ausgerüstet zu sein. Und da sieht es nicht so gut aus. Z. B. die Abschaffung eines mechanisierten Truppengefechtsfahrzeugs oder der schweren Kompanie bei den Panzeraufklärern. Was in Ordnung war, war die Abwicklung des Falles “Klein”. Es muss, in diesem Fall den Afghanen, den Nicht- und Kombattanten klar sein, dass niemand etwas in der Nähe von Militärfahrzeugen oder -stützpunkten zu suchen hat.

    Mit kameradschaftlichem Gruß

  5. Karl Gustav Heinrich Luise Hermann Leberecht Kurt Cäsar

    Butte, Du bist’s schuld! Nur wegen Deiner Blödelei……..

  6. Martin

    @StUffz zum Thema Uffz-Laufbahn des Ministers:
    “Ein Intellektueller ist er nicht. Bei der Bundeswehr in Mittenwald entschied er sich zur Überraschung seiner Kameraden und Vorgesetzten gegen den dreimonatigen Fahnenjunker-Lehrgang für Offiziersanwärter, der für Abiturienten vorgesehen ist. Stattdessen machte er mit den Haupt- und Realschülern einen sechs Monate dauernden Unteroffizierslehrgang. Das sei einfach die nettere Truppe gewesen, sagt er.”
    http://www.faz.net/s/Rub1ED0C280BBA14ACAB16800E2F760DF3E/Doc~E7BD0A2A6453344AB87DBA19FB3886186~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    am 26.02.11, 1802.

  7. reinerels

    hallo,
    vor Jahren hatten wir mal nen Gefreiten als Oberbefehlshaber, der hat die Sache gründlich in den Sand gesetzt.
    Vielleicht schaffts ja ein Uffz/oder Stuffz?

    Wir bessern uns doch.

    reinerels

    PS: ist man ein Intellektueller, wenn man sich nur mit “seinesgleichen” abgibt und umgibt?

  8. StFwdR

    Und auch hier ist Godwin wieder da.

    Traurig, aber nix anders mehr hilft

  9. Vollhonk

    Es gibt Gemunkel in der Truppe, dass “zur Überraschung seiner Kameraden und Vorgesetzten” und “einfach die nettere Truppe gewesen sei” einfach eine geschickte Umschreibung für “aufgrund eines Vorfalls der kaschiert´wurde” ist und hier eine unrechtmäßige Nutzung eines kostenfreien Bahntickets für Wehrdientsleistende zu Grunde liegt, die einen UNFREIWILLIGEN Wechsel von ROA auf RUA bewirkt hat. Aber nochmal aufgepasst – das ist ein Gerücht das ich irgendwo aufgeschnappt habe und jeglichen Beweises von meiner Seite entbehrt.
    Aber mal ehrlich – ein Typ wie Guttenberg würde beim UffKorps – der “netten Truppe” erstmal auf Granit beißen und keinen warmen Empfang bekommen. Ausserdem muss mir keiner erzählen dass der mondäne Herr Ex-Doktor der auf all seine Reisen sein eigenes Photographenteam mitnimmt und sich in NewYork und an anderen Plätzen dermaßen in Szene gesetzt hat, dass einem das Essen hochkam, zudem seinen Lebenslauf recht ordentlich mit der Flex rundgefeilt hat…etc – sich mit RUA-Laufbahn zufrieden gibt, weil “die Leut´halt einfach so nett waren”. Isser nicht goldig!?
    Aber das ist nur meine subjektive Einschätzung der Lage. Seine größte Kompetenz ist meiner Meinung nach blenden – und er hat verdächtig viel Schützenhilfe auf höchster Ebene. Ich werde ohnehin grundsätzlich mißtrauisch, wenn Elfriede Springer mir sagt, dass etwas ganz ganz toll ist und das auch noch in einer Kadenz und Langatmigkeit das “gezwungen” noch ein harmloser Ausruck dafür ist.

  10. StFwdR

    @Vollhonk

    Bei seinem ihm immer wieder und wieder unterstellten Talent zum Blenden hätte er einen simplen Bahnschaffner auf der gesellschaftlichen Unterschicht aufgrund seiner adeligen Abstammung, sowie seiner gepflegten Ausdrucksweise und seriner gegeelten Haare so geblendet, das dieser statt der Fahrkartenkontrolle ein Autogramm haben wollte.
    ( Hab ich irgendein Vorurteil vergessen ?? )

    Anonym irgendeinen Dreck ablassen, natürlich unverbindlich und unbestätigt, wie geil ist das den ???
    Nomen est omen.

  11. Vollhonk

    @StFwdR – ob das Dreck ist oder nicht, können Sie doch gar nicht beurteilen.

    Zu den “Vorurteilen”: Seinen Lebenslauf einfach mal gründlich anschauen, Studium mit einer nicht besonderen 3… – und dann das summa cum laude – und nur 5% aller Doktoranden erreichen cum laude, kleine Tätigkeiten im Lebenslauf schön groß aussehen lassen – eine gewisse Tendenz und Unterstützung ist da schon zu erkennen, man kann seine Augen aber natürlich auch verschließen.

    Abgesehen von einem Gerücht, das klar als solches gekennzeichnet worden ist, ist kein einziges Vorurteil im 1. Post enthalten, sondern nur Tatsachen mit meiner jeweiligen Einschätzung. Selbst bei genauem Lesen kann ich da kein Vorurteil erkennen. Aber als Meister der deutschen Sprache werden Sie mir ja vielleicht auf die Sprünge helfen, den was Textverständnis angeht würde ich Ihnen gerade subjektiv weniger Kompetenz als mir zusprechen, auch wenn meine Lateinkenntnisse sich auf Asterix und pseudointellektuelle Internetposts von so gesehen ebenfalls anonymen Fremden beschränken.

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