US-Streitkräfte: Erschreckende Selbstmord-Bilanz
von Dirk ~ 2. Februar 2009. Zu lesen unter: Alliierte.Höchste Selbstmordrate seit dem Vietnam-Krieg
Den höchsten Stand seit 30 Jahren hat die Selbstmordrate unter Soldaten der US-Streitkräfte im Jahr 2008 erreicht. Eine Sprecherin der US-Streitkräfte teilte mit, dass mindestens 128 US-Soldaten im vergangenen Jahr ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt haben. Weitere Fälle, bei denen es sich vermutlich auch um Selbstmord handele, würden noch untersucht. Etwa 30 Prozent der Suizide seien während eines Auslandseinsatzes verübt worden. Der stellvertretende Generalstabschef der US Army, US General Peter Chiarelli, nennt als Grund für die höchste Rate seit dem Vietnamkrieg u. a. Stress infolge von längeren und häufigeren Einsätzen. Er kündigte ein Programm an, bei dem die Soldaten lernen sollen, wie sie Kameraden mit Selbstmordabsichten helfen können.
Die Wahlen des vergangenen Wochenendes im Irak, die u.a. die US-Truppen im Irak abgesichert (Bilder oben und unten) haben, sind auch für Soldaten Lichtblicke im Einsatz, sie vermitteln das positive Gefühl, etwas zu bewirken, sie setzen das Signal, dass es bald nach Hause geht, sie verbinden die entbehrungsreichen Auslandsmission mit positiven Erfahrungen. Über die Bilder des Krieges, über den Anblick von verwundeten, gefallenen Kameraden, zivile Opfer und Leid oder Gefechtsstress helfen positive Einsatz-Erlebnisse jedoch kaum hinweg, traumatische Störungen heilen sie nicht.
(Bilderquelle: U.S. Department of Defence.mil)























