Archiv für Dezember, 2008

DBwV: Oberstleutnant Ulrich Kirsch neuer Bundesvorsitzender

Dienstag, 2. Dezember 2008

Oberstleutnant Ulrich Kirsch löst Oberst Bernhard Gertz ab

Der bisherige 2. Stellvertreter übernimmt am 1. Januar 2009 das Amt von Oberst Bernhard Gertz Berlin. Einstimmig hat der Bundesvorstand des Deutschen BundeswehrVerbandes Oberstleutnant Ulrich Kirsch (57) zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Kirsch übernimmt das Amt von Oberst Bernhard Gertz, der seinen Rücktritt ein Jahr vor Ablauf seiner vierten Amtszeit erklärt hatte, am 1. Januar 2009. Gertz stand 15 Jahre an der Spitze der mit 206.000 Mitgliedern größten unabhängigen Vertretung der Soldatinnen und Soldaten und ihrer Angehörigen. Oberst Gertz wird am Mittwoch, 3. Dezember, mit einem Festakt im proArte Maritim-Hotel in Berlin verabschiedet. Die Festrede hält Verteidigungsminister Franz Josef Jung. Gertz erklärte, er sei nicht etwa “amtsmüde” geworden. Er habe sich zu dem Schritt entschlossen, weil Ulrich Kirsch nach Charakter, Persönlichkeit, Führungseigenschaften und Kommunikationsfähigkeit die Gewähr dafür biete, den Verband erfolgreich zu führen.

Der neue Bundesvorsitzende ist gebürtiger Hesse. Er begann seine militärische Laufbahn 1971 als Fernmelder beim Luftwaffenausbildungsregiment in Roth bei Nürnberg. Als junger Offizier wechselte er Anfang der 80er Jahre zum Heer und wurde zunächst Hörsaalleiter in der ABC- und Selbstschutzschule (A BC/SEs) in Sonthofen. Er war Adjutant des Amtschefs Heeresamt in Köln, Inspektionschef und Taktiklehrer an der Offizierschule des Heeres in München, von 1994 bis 1997 Bataillonskommandeur des ABC-Abwehrbataillons 705 und Standortältester in Bad Düben bei Leipzig und Lehrgruppenkommandeur der ABC/SeS Lehrgruppe A in Sonthofen. Seit dem 29. November 2005 ist Oberstleutnant Ulrich Kirsch Zweiter Stellvertretender Bundesvorsitzender des DBwV mit Dienstsitz in Berlin. Kirsch gelang es in dieser Funktion schnell, sich in der Hauptstadt einen Namen als engagierter Verfechter verbandspolitischer Anliegen zu machen.

Oberst Bernhard Gertz dankte allen aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Bundesvorstandes “für die konstruktive Begleitung, die tatkräftige Unterstützung, für Kameradschaft und Loyalität sowie für Geduld und Gelassenheit, mit der Sie meinenFührungsanspruch 15 Jahre lang ertragen haben”. Er sei stolz darauf, dass er mit seinen Kameraden zum Wohle der Bundeswehr und ihrer Menschen zusammenarbeiten durfte.

Hintergrundinformationen, Bilderquelle, Textauszüge: DBwV.de



Bild des Tages

Dienstag, 2. Dezember 2008

VETERINARY VISIT

A villager waits outside a local veterinary clinic for his cattle to be seen by a Coalition forces veterinarian in Chamkani, Paktia province, Afghanistan. (weiter…)

Barack Obama und Joe Biden bestimmen National Security Team (Video)

Dienstag, 2. Dezember 2008

Protagonisten der Außen- und Sicherheitspoltik
der USA ab Januar 2009

Die neuen Mitglieder des Obama-Biden National Security Teams wurden heute in Chicago bekannt gegeben.

President-elect Barack Obama und Vice President-elect Joe Biden gaben offiziell die Postenverteilung in der Außen- und Sicherheitspolitik im künftigen US-Kabinett als Nominierung für die Regierungsübernahme in 50 Tagen bekannt:
Senator Hillary Clinton wird Secretary of State,
Der amtierende Defense Secretary Robert Gates (Republikaner) bleibt auch unter der demokratischen US-Regierung Secretary of Defense,
Eric Holder wird Attorney General,
Arizona Governor Janet Napolitano wird Secretary of the Department of Homeland Security,
Susan Rice wird Ambassador to the United Nations,
General Jim Jones, USMC (Ret) wird National Security Adviser.

 

Hintergrundinformationen, Bildquelle: Change.gov, Barack Obama.com

KSK-Kommandeur Brigadegeneral Hans-Christian Ammon kritisiert Afghanistan-Politik

Montag, 1. Dezember 2008

KSK-Kommandeur kritisiert politische Afghanistan-Einsatz-Strategie -
Kanzlerin gegen Afghanistan-Exit-Strategie

Der Kommandeur des Kommandos Spezialisierte Einsatzkräfte (KSK), Brigadegeneral Hans-Christoph Ammon (58), gelernter Artillerist schießt weit und zielgenau ins politische Feld. BG Ammon hat in ungewöhnlicher Deutlichkeit die deutsche Afghanistan-Politik kritisiert. Der General war 2005 und 2007 selbst im ISAF-Auslandseinsatz in Afghanistan, als Kommandeur des 8. DEU Einsatz-kontingents ISAF und stellvertretender Kommandeur der Kabul Multinational Brigade (KMNB) und zuletzt als Director Combined Joint Operation Centre HQ ISAF in Kabul.
Der Brigadegeneral bestätigte einen Artikel der “Schwäbischen Zeitung” (Freitagsausgabe), die aus seiner Rede bei einer Veranstaltung des Reservistenverbands in Ellwangen zitiert hatte. Ammon hatte dabei vor allem das seiner Ansicht zu geringe finanzielle Engagement der Bundesrepublik beim Aufbau der afghanischen Polizei kritisiert. Die USA etwa investierten eine Milliarde Dollar in den Aufbau von Armee und Polizei, Deutschland dagegen nur zwölf Millionen Euro. Beim Aufbau der afghanischen Polizei sei Deutschland gescheitert, sagte der KSK-Kommandeur. “Wir hätten noch 82 Jahre gebraucht, um eine vernünftige afghanische Polizei zu bekommen”, sagte Ammon der Nachrichtenagentur dpa. Nun hätten die EU und die USA die Aufgabe anstelle der Deutschen übernommen.

Der Brigadegeneral hatte auch die Zusammenarbeit von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen kritisiert. Hier herrsche “Wirrwarr”, zitierte die Zeitung aus der Rede. Dadurch würden Milliardenbeträge verpulvert. Hans-Christian Ammon forderte laut dem Bericht “schnelle und sichtbare Maßnahmen”, damit die Bundeswehr bei den Afghanen nicht als Besatzer wahrgenommen werden.

Der KSK-Kommandeur sprach sich auch für Gespräche mit den Taliban aus. Jedoch wolle er nicht die “Steinzeit-Islamisten”, sondern moderate Mitläufer an den Verhandlungstisch holen.

Der Heeres-General kritisiert zurecht, redet sich dabei möglicherweise aber um Kopf und Kragen. Ein BMVg-Sprecher beschwichtigte schnell, es handele sich um die persönliche Meinung des Generals. Sie spiegele nicht die Ansicht des Ministeriums wieder.
Ab der Besoldungsstufe Brigadegeneral (B3) sind auch Soldaten politische Beamte, die jederzeit in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden können.

zum Artikel von DIE ZEIT online

Die Bundeskanzlerin positioniert sich gegen
Ausstiegs-Szenario aus dem Afghanistan-Einsatz

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Forderungen nach einem Ausstiegsszenario für den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan in der gestrigen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zurückgewiesen. “Wir wollen, dass Afghanistan sich selbst verteidigen kann, dass es eine stabile Regierung hat und dass die eigenen Sicherheitskräfte das Land schützen können. Wenn das geschafft ist, dann braucht Afghanistan unsere Soldaten nicht mehr”, sagte Merkel. “Eine Debatte über ein Abzugsdatum dagegen würde den Kräften, die Afghanistan destabilisieren wollen, geradezu in die Hände spielen. (weiter…)

Bundespräsident fordert mehr Aufklärung über Bundeswehr-Auslandseinsätze wider dem “freundlichen Desinteresse”

Montag, 1. Dezember 2008

Deutsche Sicherheitspolitik – Stärken, Schwächen, Aufgaben -
Ansprache von Bundespräsident Horst Köhler bei der Konferenz ‘Impulse 21′


Auf der gemeinsamen “Berliner Forum Sicherheitspolitik – Impulse 21″ von BMVg und dem Tagesspiegel in der Vorwoche in Berlin sprachen der deutsche Bundespräsident sowie u.a. der britische Verteidigungsminister John Hutton. Bundespräsident Horst Köhler hat die Bundesregierung aufgefordert, die Bevölkerung intensiver über Auslandseinsätze der Bundeswehr zu informieren, die Bundeskanzlerin ist dem gefolgt und erklärte, sie wolle zum Beispiel das Thema Afghanistan-Einsatz im Wahlkampf 2009 voll verteten. Horst Köhler sagte bei der Sicherheitskonferenz ‘Impulse 21′, eine “Sisyphos-Arbeit des Aufklärens und Überzeugens” sei nötig. Bündnistreue allein reiche nicht als Argument.

Die Ausführungen des Staatsoberhauptes beinhalteten Lob und Anerkennung für die Soldatinnen und Soldaten: “Der Einsatz ist gefährlicher geworden; immer häufiger geraten unsere Soldatinnen und Soldaten in den Kampf. Doch der strategische Erfolg hängt mindestens ebenso sehr ab vom besonnenen Schlichter, vom glaubwürdigen Botschafter unserer Werte und vom kundigen Aufbau-Helfer. Ich denke: Allen diesen Herausforderungen werden unsere Soldatinnen und Soldaten vorbildlich gerecht – auch dank Auftragstaktik, dank Innerer Führung und politischer Bildung der Bürger in Uniform und dank einer dritten Stärke: Deutschland und die Deutschen sind mit Recht überzeugt davon, dass eine kooperative und möglichst zivile Außen- und Sicherheitspolitik die unverzichtbare Basis für dauerhaften Frieden ist.”

Der Bundespräsident rief die Bürger zu verstärkter Solidarität mit den Soldaten auf. Köhler sagte, die Deutschen hielten die Umwandlung der Bundeswehr in eine Armee im Einsatz “ganz gern vor sich selbst geheim”. Bei “freundlichem Desinteresse” an der Bundeswehr dürfe es aber nicht bleiben. “Was wir brauchen, ist Aufmerksamkeit, Solidarität und Dankbarkeit für unsere Soldatinnen und Soldaten.”

zur vollständigen Rede von Bundespräsident Horst Köhler

weitere Informationen bei BMVg.de/Impule 21.de

(Bildquelle: Dirk Hamel, Soldatenglück.de)



Bild des Tages

Montag, 1. Dezember 2008

Machinist’s Mate 1st Class Michael Jonet
goes ashore with flowers for his wife.

NORFOLK, Virginia; Machinist’s Mate 1st Class Michael Jonet goes ashore with flowers for his wife upon the return of the Los Angeles-class attack submarine USS Jacksonville (SSN 699) after a six-month deployment. (weiter…)