DER SPIEGEL: Obama erwägt neue Ansätze im Afghanistan-Konflikt
Mittwoch, 12. November 2008Barack Obama wird Osma bin Laden jagen
Barack Obama wird Pakistan in sein strategisches Verständnis für das Afghanistan-Problem mit einbeziehen, er wird Osama bin Laden mit Priorität jagen, das Taliban-Problem mit mittelbarer Dialogbereitschaft lösen und einen realistischen Ansatz in der Afghanistan-Strategie verfolgen.

SPIEGEL ONLINE berichtet:
“[...] Unklar ist bislang, inwieweit Obamas möglicher Strategiewechsel mehr Druck auf die US-Verbündeten in Afghanistan nach sich ziehen könnte. Während des Wahlkampfes war spekuliert worden, dass Obama als Präsident auch zusätzliche Truppen der Nato-Partner verlangen würde – auch von Deutschland. Die Bundesregierung hat sich dazu schon in Position gebracht und verweist auf den ihrer Meinung nach bereits beträchtlichen Beitrag Deutschlands in Afghanistan.
Der neue regionale Ansatz von Obama soll nach Informationen der “Washington Post” auch darauf zielen, einen Dialog zwischen der afghanischen Regierung und jenen Taliban-Akteuren herzustellen, die möglicherweise “umgedreht” werden können. Zudem soll der Einsatz nicht mehr vorrangig den Aufbau einer Demokratie nach westlichen Maßstäben zum Ziel haben, sondern zunächst realistischere Ziele zu verfolgen: ein halbwegs stabiles Land, das sich selbst gegen Taliban und al-Qaida wehren kann.
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Die Jagd auf Qaida-Chef Bin Laden wird für den neuen US-Präsidenten der “Washington Post” zufolge eine hohe Priorität haben. Unter Bush habe man die Jagd nach Bin Laden zuletzt unter “Ferner liefen” betrieben, heißt es im Obama-Lager. “Das ist unser Feind”, sagte ein Obama-Berater dem Blatt, “und er sollte unser erstes Ziel sein.” (weiter…)




