BILD.de: “Widerliches Plakat feiert Tod eines Bundeswehr-Soldaten”
von Dirk ~ 4. September 2008. Zu lesen unter: Streitkräfte&Gesellschaft, Verteidigungspolitik.Die BILD-Zeitung nimmt sich unter obiger Überschrift das unten gezeigte Plakat vor. Zum BILD-Artikel
Diese Aktion des “Büros für antimilitaristische Maßnahmen” (BamM) bei der Störung des Gelöbnisses am 20. Juli 1999 ist als demonstratives Signal noch nachvollziehbar und mit gutem Willen tolerierbar:

Aber die neue-alte, aktuelle Plakat-Aktion stellt alle Aktionen in ein schäbiges Licht und hat den Toleranzbereich der demokratischen Auseinandersetzung überdeutlich verlassen.

Soldatenglück.de schließt sich selbstverständlich dem Protest gegen diese menschenverachtende Hetz-Kampagne der Verhöhnung gefallener Soldaten an.
Hier die Meldung des Deutschen Depechen Dienstes (ddp).
Meldung vom 2008-09-04 01:43:00
Proteste gegen Plakat der Deutschen Friedensgesellschaft DFG-VK
Bundeswehr/Afghanistan/DFG-VK/Plakat/Berlin (ddp). Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) und der Wehrbeauftragte Reinhold Robbe (SPD) haben gegen ein Plakat der Deutschen Friedengesellschaft/Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) zum Tod von Bundeswehrsoldaten in Afghanistan protestiert. Das auf einer Internetseite gezeigte Plakat unter der Überschrift «Schritt zur Abrüstung» zeigt den Sarg eines toten Soldaten und die Sätze: «Wieder einer weniger. Wir begrüßen diese konkrete Maßnahme, den Umfang der Bundeswehr nach und nach zu reduzieren.»
Jung sagte der «Bild»-Zeitung (Donnerstagausgabe) in Masar el Sharif in Nordafghanistan: «Das ist geschmacklos und verantwortungslos. Es ist ein Schlag ins Gesicht unserer Soldaten, die ihr Leben für die Freiheit Deutschlands einsetzen.» Robbe sagte dem Blatt: «Das ist eine menschenverachtende Geschmacklosigkeit, die nicht mehr zu überbieten ist.» Auch der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) kritisierte das Plakat scharf. Es zeige «ein Ausmaß an Unmenschlichkeit, ja Menschenverachtung, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte».
Abrufbar ist das Plakat auf dem gemeinsamen Internetauftritt des «Büros für antimilitaristische Maßnahmen (BamM)» und des Landesverbands Berlin-Brandenburg der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen).
ddp/mar
040143 Sep 08
























4. September 2008 um 11:32 Uhr
[...] Weiter: Zum ganzen Artikel [...]
4. September 2008 um 14:01 Uhr
[...] und Faschisten BILD.de: “Widerliches Plakat feiert Tod eines Bundeswehr-Soldaten” | Soldatenglück. Dieser Eintrag wurde von Daniel Fallenstein am Do, 4. Sep 2008 um 14:00 geschrieben, abgelegt [...]
4. September 2008 um 14:19 Uhr
Ich halte die Aktion des “BamM” von 1999 in keinster Weise tolierbar. “Tucholsky hat Recht” bedeutet: “Soldaten sind Mörder”. Eine derartige Behauptung ist durchaus auf einer Ebene mit dem Feiern eines toten Soldaten. Mord ist nicht irgendeine Tötung, er erfordert besonders niederträchtige Beweggründe und Grausamkeit.
http://bundesrecht.juris.de/stgb/__211.html
Leider lässt sich aufgrund der Allgemeinheit der Aussage nicht wegen Beleidigung oder gar Volksverhetzung juristisch dagegen vorgehen.
Ich begrüße allerdings Ihre kritische Berichterstattung über die sogenannte Partei DIE LINKE. Es ist erschreckend, dass diese “Partei” derart schnell politisch und gesellschaftlich salonfähig wurde. Für mich ist sie nichts anderes als das linksextremistische Pendant zur NPD. Es herrscht die selbe Verschleierung der tatsächlichen politischen Gesinnung und der selbe Geschichtsrevisionismus.
4. September 2008 um 14:33 Uhr
@Stefan, ich habe mich getäuscht, diese Akteure sind zwar im linken Lager, aber nicht eindeutig und ausschließlich der Partei DIE LINKE zuzuordnen. Der Störer des Gelöbnisses mit dem Spruchband “Tucholsky hat Recht” ist einer von den vielen, die sich bei Öffentlichen Gelöbnissen gegen diese aussprechen und sich gewiss auch teilweise strafbar verhalten, aber ähnlich wie bei Sitzblockaden vor Mutlangen, halte/n wir/ich solche Art von Protesten aus, toleriere sie ohne sie gut oder gelungen zu finden, sie sind Ausdruck einer funktionierenden Demokratie. Zwischen Toleranz und Akzeptanz sind es ein paar entscheidende Meter. Das Plakat ist allerdings das Letzte, dafür gilt: Null Toleranz.
3. Juni 2009 um 16:11 Uhr
ich finde wir solten unsere truppen unterstützen wie die anderen länder auch wir brauchen die bundeswehr was wir nicht bruahcne ist die linke und die npd diese extremen pertein bringen deutschland nach unten
6. Juni 2010 um 18:25 Uhr
Ist es nicht seltsam, dass sich Soldaten wundern, dass im Krieg Menschen getötet werden? In beinahe jedem Beruf gibt es Betriebsunfälle und Berufskrankheiten, so auch in dem des Soldaten. Das Diese Unfälle und Krankheiten höhere Wellen schlagen, als die eines Büroangestellten sollte jedem klar sein, der ein PC, TV, oder Radio sein eigen nennen darf.
Allerdings empfinde ich es als Heuchelei, einem bestimmten Berufsstand mehr Wert zu zuweisen als anderen.
Desweiteren sollte überlegt werden, wie diese Soldaten unsere Freiheit garantieren, wenn sie doch überhaupt nicht im eigenen Land zugegen sind. Kann man denn nicht nur etwas verteidigen, wo man selbst ist?
Das Plakat ist meiner Meinung nach nicht zu derb ausgefallen. Es ist wie ein Ohrfeige, bei der man nach einer kurzen perplexen Phase wieder zu besinnung kommt und Dinge aus einer anderen Sichtweise sieht.
Es ist zynisch ausgefallen, aber wie soll denn jemand der in Lethargie vegetiert aufgeweckt werden, wenn nicht so?
Und Tucholsky hatte doch recht.
Es ist schlicht eine Unverschämtheit zu behaupten, dass Soldaten die guten sind und Terroristen die bösen, denn so geschieht es in unserem und vielen anderen Ländern. Unter Umständen wird es selbst den Terroristen als “Gut gegen Böse” verkauft.
Das bringt mich auf die Idee, dass nicht die Soldaten als ausführendes Organ die Mörder sind, sondern diejenigen die die Befehle erteilen. Das macht den Stand der Soldaten aber keineswegs besser, denn schließlich müssen sie die Befehle mit ihrer eigenen Überzeugung und Moral abgleichen und dann entscheiden, ob dieser Befehl auszuführen ist, oder eben nicht.
Leider werden viel zu häufig Befehle ausgeführt, die besser niemals geboren worden wären und vermutlich in einem gesunden Geist nicht aufgekeimt wären.