US-Waffenlieferung im Wert von 9,4 Mrd $ für den Irak
Montag, 4. August 2008Gegen Ende des Irak-Kriegs

spielen die Amerikaner wieder Golf am Golf
So langsam machen sich die Amerikaner offenbar abmarschbereit aus dem Irak. US-Waffenlieferungen mit schweren und leichten Waffen, Kampfpanzer und Helikopter inklusive, in sechs Tranchen im Wert von 9,4 Mrd Dollar sollen in den Irak geliefert werden, um Stabilität aus eigene Kräften zu gewährleisten.

Wie ist die Lage im Irak und werden wirklich Waffen benötigt?
Nach drei Jahren Krieg, mehr als zehn Jahren Embargo und fünf Jahren Terror liegt die Wirtschaft des Irak fast völlig am Boden, die Sichheitslage verbessert sich zusehends. Außer Öl wird derzeit so gut wie nichts produziert. Daher bietet das Land ein riesiges Aufbaupotenzial an ziviler Infra-, Staats- und Wirtschaftsstruktur. Die irakische Regierung könnte in 2008 einen Haushaltsüberschuss von 79 Milliarden Dollar erzielen durch den Ölexport.
Während Amerikaner und Briten als Besatzungsmächte von der Mehrheit der irakischen für das Desaster nach dem Einmarsch vor fünf Jahren verantwortlich gemacht werden, genießt Deutschland einen unparteiischen, objektiven, guten Ruf.

Alle Bevölkerungsgruppen im Irak – Araber, Kurden, Sunniten, Muslime, Christen – wünschen sich ein verstärktes Engagement der Bundesrepublik im Zweistromland. Da die Bundesregierung zurzeit eine wundersame Wandlung in ihrer Irak-Politik praktiziert, ist davon auszugehen, dass dieses Engagement künftig auf breiter Ebene stattfinden wird. Darauf deutete auch der jüngste Besuch des irakischen Premiers Nuri al-Maliki in Berlin hin und die Überraschungs-Visite von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos in Bagdad in der Woche davor. Soldatenglück.de hat über beides berichtet und fragt nach den möglichen Auswirkungen für die Bundeswehr und Deutschland. (weiter…)











