“Kabul, ich komme wieder”
von Dirk ~ 27. August 2008. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, ISAF, NATO-Missionen.Heute ist kein guter Tag, denn in Afghanistan ist wieder ein deutscher Bundeswehr-Soldat im ISAF-Einsatz gefallen, der 27. seit dem Jahr 2002, der sein Leben verlor in dem fernen Land am Hindukusch.
Grund genug, genau hinzuschauen, sich mit der Geschichte hinter den Medien-Schlagzeilen über das Krisengebiet, den 33 Millionen Menschen in Afghanistan und jedem einzelnen unserer 3.500 Soldaten in Kunduz, Masar-i-Sharif, Feyzabad und Kabul zu beschäftigen.

Nichts wissen wir über Afghanistan. Nichts über die Erlebnisse und Erfahrungen deutscher Soldaten in Kabul. Nichts darüber, ob es ein lebendiges Afghanistan hinter den medialen Terrormeldungen gibt. Deutschland debattiert über Afghanistan. Dieses Buch liefert die Grundlage. Boris Barschow, seit 2001 ZDF-heute-journal Redakteur und Reporter, Jahrgang 1967, ist mit Leib und Seele Journalist. Er geht Anfang 2007 nach Kabul. Nicht als Reporter, sondern als Soldat. Boris Barschow ist als Chefredakteur verantwortlich für die Herausgabe der NATO-Zeitung Sada-e-Azadi, Stimme der Freiheit, einer Zeitung, welche alle zwei Wochen in einer Auflage von 390.000 in Afghanistan erscheint. In der Zeit seines militärischen Einsatzes hat Boris Barschow tiefgründige Eindrücke über das Land gewinnen können. Er hat sich mit den Menschen vor Ort unterhalten, ihre Sorgen und Nöte aufgenommen und dieses Wissen in die richtigen Worte gekleidet.
Wolf von Lojewski über “Kabul, ich komme wieder”
“An Afghanistan sind schon viele gescheitert: Briten, Russen und Missionare aller Art.
Kann die Bundeswehr es schaffen, eines Tages erhobenen Hauptes heimwärts zu ziehen?
Täglich lesen wir von Entführungen und Attentaten. Eine Stammesgesellschaft bäumt sich dagegen auf, dem 21. Jahrhundert angepaßt zu werden. – Politiker, Journalisten und Fernsehzuschauer haben längst ihr Urteil über diesen Einsatz gefällt: Schnell raus, rufen die einen, Ausdauer und Geduld fordern die anderen ein. Boris Barschow hat etwas für Journalisten Ungewöhnliches getan: Er hat sich eine Uniform angezogen und tauchte so in ein Krisengebiet ein. Verengt das den Blick? Vielleicht. Aber der Leser hat hier die Möglichkeit, einmal einen längeren, intensiveren Blick auf ein Land zu werfen, von dem es heißt, dort entscheide sich auch unser Schicksal. Aus einem Abenteuer entstand persönliche Beziehung – eine Art “Kabul, mon amour…”
Hintergrundinformationen:
PHOENIX Afghanistan-Blog.de
Soldaten helfen in Not geratenen Kindern in den Einsatzgebieten, Aktion CASH in der UK BMVg e.V.de
























27. August 2008 um 22:16 Uhr
Lieber Herr Hamel,
heute war wirklich kein guter Tag. Ein Kamerad meldete sich gerade aus Afghanistan – nachzulesen hier: http://blog.phoenix.de/afghanistan/?p=263
Ich bedanke mich für Ihren Hinweis. ist auch für eine gute Sache. Zusammen mit http://www.aktion-cash.de sammeln wir ein weiteres mal für Schulen in Afghanistan.
Herzlichst
Boris Barschow
28. August 2008 um 09:58 Uhr
Lieber Herr Barschow,
die privaten Initiativen von Soldaten, wie die „Aktion CASH“ oder „Lachen Helfen“ usw., machen deutlich, dass viele unserer Bundeswehr-Soldatinnen und -Soldaten neben dem militärischen Auftrag immer auch die Absicht zum Helfen mit im Marschgepäck haben.
Wir haben jede Menge Soldaten, die in der Lage sind, ein Einsatzland in seiner sozialen und kulturellen Vielfalt zu begreifen und dort die Menschen zu unterstützen, wo es am nötigsten ist. Militärische Intervention „Made in Germany“ – unter welchem Mandat auch immer – denkt mittels seiner engagierten Soldaten im Einsatz auch an die Zeit nach dem Konflikt, an die Bevölkerung, an die junge Zukunftsgeneration im Krisenland und die Schicksale im Schatten der Medienscheinwerfer.
Dabei darf nicht vergessen werden, dass Soldaten nur eine Interims-Lösung sind. NGO´s und zivile staatliche Organisationen der Entwicklungs- und Aufbauhilfe sollen das Engagement weiterführen, spätestens, wenn sich die Anwesenheit von Soldaten erübrigt, was allerdings erfahrungsgemäß X Kontingente und Jahre dauern kann.
Beste Grüße
Dirk Hamel