Fregatte EMDEN zurück in Wilhelmshaven vom OEF-Einsatz
von Dirk ~ 29. Juli 2008. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, OEF.Exzellenter Kommandant, Spitzen-Besatzung
und “Zahnloses-Tiger-Mandat”
Die Fregatte Emden ist heute nach 6 Monaten Einsatz in Wilhelmshaven eingelaufen. Der schönste Moment im Einsatz, insbesondere für Seefahrer, ist die Rückkehr in den Heimathafen.
Gezielte Jagd auf Piraten, beispielsweise vor der Küste Somalias, konnte oder vielmehr durfte die Fregatte Emden nicht machen. Eine Bekämpfung seeräuberischer Aktivitäten oder Durchsuchungen (Boarding) von verdächtigen Schiffen ohne deren Zustimmung ist nicht Gegenstand des Bundestags-Mandats.
Die Befugnisse der Deutschen Marine entsprechen dem allgemeinen Seerecht, danach besteht eine grundsätzliche Pflicht aller Staaten zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Seeräuberei in internationalen Gewässern. Für weiteres Vorgehen im Einklang mit deutschem Recht bedürfte es einer Gesetzeslage für die Marine, die mit dem Hoheitsrecht und der Praxis der Bundespolizei als
Küstenwache vergleichbar wäre. Diese Diskrepanz zwischen militärischem Auftrag, Realität und rechtlichem Rahmen beschäftigte die deutsche Politik in der Einsatz-Zeit der EMDEN, aufgrund von Zusammen-stößen mit Piraten und Durchsuchungs-unwilligen, verdächtigen Schiffen.
Nach 6.000 Seemeilen (11.112 Km) Transit erreichte die Fregatte EMDEN (F 210) von Djibouti kommend den Heimathafen seines 4. Fregattengeschwaders der Einsatzflottille 2 in Wilhelmshaven.
Vor knapp 6 Monaten, am 30. Januar verließ die EMDEN mit ihrer 220 Männer und Frauen umfassenden Besatzung Wilhelmshaven.
Ab dem 12. Februar gehörte die EMDEN zur Task Force 150, dem Einsatzverband vor dem Horn von Afrika. In den sechs Monaten gab es für die Besatzung viele Highlights – das Traumschiff MS DEUTSCHLAND sicher durch das Arabische Meer zu geleiten, war nur eines davon.
Die Fregatte machte in Deutschland Schlagzeilen, es gelang der EMDEN, mithilfe ihrer beiden eingeschifften Hubschrauber des Typs SEA LYNX MK88A Piraten abzuwehren, die einen japanischen Tanker vor der somalischen Küste angriffen.

Anfang Juli wurde die Fregatte von zwei Seefernaufklärungsflugzeugen des Typs P-3C ORION aus dem Marinefliegergeschwader 3 “Graf Zeppelin” aus Nordholz abgelöst, worüber Soldatenglück.de am 03. Juli berichtete. Der Kommandant der EMDEN, Fregattenkapitän Michael Giss, übergab am 08. Juli das Kommando über den Marineanteil am Einsatz OEF an den Kommandeur der Einsatzgruppe P-3C ORION, Fregattenkapitän Dirk Groß. Die Hafenstadt Djibouti im gleichnamigen Land dient den deutschen Einheiten, die an OEF teilnehmen, als logistische Basis zur regelmäßigen Proviant- und Materialübernahme.
Nachdem die Besatzung mit ihrem Schiff Häfen wie Dubai, Bahrain, Djibouti und Aden besucht hatten und mehr als 30.000 Seemeilen (55.560 Km) im Einsatzgebiet gefahren war, ging es auf den Heimweg. Im Rahmen des Mandates des Deutschen Bundestages überwachen die an der Operation ENDURING FREEDOM beteiligten Marineeinheiten die Seegebiete rund um das Horn von Afrika.
Zweck des Einsatzes ist die Störung und Unterbrechung von Versorgungsströmen des internationalen Terrorismus um so die Anstrengungen der US-geführten Anti-Terror-Koalition zu unterstützen.
(Bildquellen und Textauszüge: Bundeswehr.de, Marine.de)























