Airbus 400M und Dingos für die Truppe

von Dirk ~ 26. Juni 2008. Zu lesen unter: Rüstungsindustrie.

Sevilla, SPANIEN | Heute verließ die erste Airbus 400 Military die Endmontagelinie bei EADS/Airbus im spanischen Sevilla.
Im Beisein des spanischen Königs Juan Carlos I. der Roll Out des A400M bei Airbus Military.

A 400M Rollout

Die A400M ist außerordentlich vielseitig und verfügt über taktische wie strategische Fähigkeiten. Mit einer Nutzlast bis zu 37 Tonnen bei einer Reichweite von bis zu 4.700 NM (nautische Meilen) kann die A400M alle Lasten und Fahrzeuge transportieren, die von den europäischen Luftstreitkräften gefordert werden (European Staff Requirement, ESR). Darüber hinaus kann das Flugzeug als Plattform für den Abwurf aus der Luft sowie zur Betankung von Strahlflugzeugen und Hubschraubern eingesetzt werden.

Bw-Airbus400M

Die A400M ist das erste neu entwickelte militärische Transportflugzeug dieser Kategorie in den vergangenen 30 Jahren. Verglichen mit den Flugzeugen, die sie ersetzen soll (C-130 Hercules und C-160 Transall), verfügt die A400M über doppelte Kapazität und Nutzlast. An die Bundeswehr sollen die ersten der von Deutschland bestellten 60 Maschinen 2010 ausgeliefert werden.
(Zum Bundeswehr-TV-Beitrag: “Von der Noratlas zum A 400M”)

Berlin/DEUTSCHLAND | Bundestags-Haushaltsausschuss beschließt Rüstungsvorhaben in dreistelliger Millionenhöhe u.a. zum besseren Schutz von Bundeswehr-Soldaten im Auslandseinsatz.
Das Bundesverteidigungsministeriums teilte am 26.06.2008 mit, es werden für mehr als 76 Millionen Euro 98 geschützte und luftverladbare Radfahrzeug vom Typ Dingo 2 angeschafft. Dieser Fahrzeugtyp des Unternehmens Krauss-Maffei Wegmann habe sich bewährt, die Bundeswehr verfügt bereits über 204 Stück, was zu wenig ist. Der Ausschuss billigte die Beschaffung von 98 zusätzlichen Geschützten Führungs- und Funktionsfahrzeugen DINGO 2. Es werden 50 Einheiten in der Version Patrouillen- und Sicherungsfahrzeug sowie 48 Einheiten als sogenannte Gefechtsschadeninstandsetzungfahrzeuge beschafft.

Der Dingo 2 verfügt über eine Sicherheitszelle für die Besatzung, die gegen Handwaffen, Schützen- und Panzerabwehrminen sowie gegen Splittermunition schützt. Er besitzt eine fernbedienbare Waffenstation.
Wirksamkeit und Schutz dieser Fahrzeuge werden laut Ministerium durch den Kauf von 420 neuen Waffenstationen zum Preis von rund 68 Millionen Euro noch erhöht. Diese sollen es den Besatzungen von geschützten Fahrzeugen ermöglichen, aus dem Fahrzeug heraus Waffen zur Selbstverteidigung einzusetzen und Überwachungs- und Sicherungsmaßnahmen unter Schutz vorzunehmen, so das BMVg.

Über 30 Jahre alte Radaraanlagen werden abgelöst durch die Beschaffung des verbesserten Luftverteidigungssystems (GIADS III) für cirka 74 Millionen Euro und Flugplatz-Rundsichtradaranlagen für 249 Millionen Euro. Die Leistungsfähigkeit der militärischen Luftverteidigung, Luftraumüberwachung und Flugsicherheit werde dadurch deutlich erhöht.

(Bildquellen: EADS/Airbus, Krauss-Maffei Wegmann)

Bw-Airbus400M Sevilla

Bw-A400M von oben

2 Kommentare zu Airbus 400M und Dingos für die Truppe

  1. Jan

    Vielleicht sollte man mal sauber nachforschen denn auf den Bildern ist kein Dingo2 mit Unimog Fahrgestell sondern der GFF4 auch genann Grizzly auf Iveco Fahrgestell zu sehn kann mana uch ganz leicht an der Achsenzahl sehen der Dingo hat 2 und der Grizzly hat 3

  2. Dirk

    @Jan – Danke für das aufmerksame Mitdenken! Ist korrigiert.

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